(ra) Das Wasserwerk Straubing und seine technischen Anlagen standen jüngst im Mittelpunkt eines zukunftsweisenden Kooperationsprojekts zwischen der Bayerischen Verwaltungsschule, der Universität der Bundeswehr in München und dem Straubinger Wasserwerk. Am Freitag durfte sich Oberbürgermeister Markus Pannermayr als einer der ersten exklusiv einen Eindruck davon machen. Ziel des Projekts war es, die komplexen Abläufe der Wasserversorgung modern, anschaulich und praxisnah für die Aus- und Fortbildung aufzubereiten.

Unter der fachlichen Leitung von Thomas Horneck, Fachreferent für Wasserversorgung an der Bayerischen Verwaltungsschule, und Prof. Dr. Bernhard Ertl von der Fakultät für Humanwissenschaften der Universität der Bundeswehr wurde das Wasserwerk Straubing vollständig in 3D erfasst. Unterstützt wurde das Projekt durch Betriebsleiter und Wassermeister Josef Ruhland, der seine umfangreiche Praxiserfahrung einbrachte.
Das Ergebnis ist ein detaillierter virtueller Rundgang durch das Wasserwerk, der unterschiedliche Nutzungsformen ermöglicht. Die Anlage kann sowohl klassisch am Bildschirm präsentiert werden – ergänzt durch Bild- und Audiodateien – als auch immersiv mithilfe von Virtual-Reality-Brillen erlebt werden. Dadurch lassen sich technische Zusammenhänge, Betriebsabläufe und sicherheitsrelevante Aspekte realitätsnah vermitteln, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen. Die eingesetzten VR-Brillen und digitalen Lernumgebungen kommen bereits erfolgreich in der Aus- und Fortbildung der Bayerischen Verwaltungsschule zum Einsatz.
Darüber hinaus ist das Projekt in internationale Bildungs- und Forschungsaktivitäten eingebunden und leistet damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung moderner, digital gestützter Lernkonzepte im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge. Die Rückmeldungen aus der Evaluation fallen durchweg positiv aus: Insbesondere die hohe Anschaulichkeit, die Praxisnähe sowie die flexible Einsetzbarkeit der virtuellen Umgebung werden von Teilnehmenden und Lehrenden gleichermaßen hervorgehoben. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Digitalisierung und öffentliche Infrastruktur sinnvoll miteinander verknüpft werden können – und setzt Maßstäbe für die moderne Aus- und Fortbildung in der Wasserversorgung.
