(ra) Der Weytterturm, eines der idyllischsten und geschichtsträchtigsten Bauwerke Straubings, diente einst als Wehrturm und bildete die nordwestliche Eckbastion der mittelalterlichen Stadtmauer. In unmittelbarer Nachbarschaft schließt sich der Dechanthof an mit dem heute einzigartigen Burgtheater als kulturellem Herzstück.
„Gemeinsam bilden sie einen besonderen kulturellen Dreiklang, der großes Potenzial für die Weiterentwicklung unserer Heimatstadt birgt“, so Peter Stranninger bei seinem Besuch am Montag im Burgtheater.
Davon zeigte er sich bei einem Baustellenbesuch überzeugt, den er gemeinsam mit Tanja Deutsch, Vorsitzende des Vereins zum Erhalt des Burgtheaters Straubing e.V., absolvierte. Aus seiner Sicht sollte der Saal in der Innenstadt im städtischen Eigentum bleiben, damit der Verein als verlässlicher und solventer Mieter das bestehende Kulturangebot der Region weiterentwickeln kann. Getragen von einer funktionierenden, eigenständigen Selbstverwaltung.
Stranninger würdigte dabei ausdrücklich die umfangreichen Renovierungsarbeiten, die der Verein in verantwortungsvoller Eigenregie vorantreibt, und zeigte sich erfreut über die sichtbaren Fortschritte. Der nebenanliegende Dechanthof solle zudem weiterentwickelt werden im Sinne des leistbaren Wohnens in der Innenstadt. Zusätzlich würde der Dechanthof auch die Möglichkeit bieten leistbare Betriebsflächen für Handwerks- und Kunsthandwerksbetriebe, insbesondere für Start-ups im Handwerksbereich zur Verfügung zu stellen. „Hier vor Ort könnten wir ein innovatives Innenstadtensemble aus leistbarem Wohnen, einem Handwerkerhof, kreativen Räumen und kulturellen Angeboten schaffen“, so Stranninger weiter.
Er erinnerte in diesem Zusammenhang an den Mut früherer sozialdemokratischer Oberbürgermeister wie Fritz Geisperger und Reinhold Perlak, die bereits vor rund 30 Jahren wichtige Entscheidungen für das Bandhaus im Straubinger Süden und den Weytterturm getroffen haben und damit innovative Entscheidungen vorangetrieben haben. Entscheidungen, die bis heute eine nachhaltige Förderung zentraler Kultureinrichtungen für Stadt und Landkreis ermöglichen.
Diesen Mut wünscht sich Stranninger auch heute von allen Verantwortlichen im Stadtrat. Das bürgerschaftliche Engagement habe sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich weiterentwickelt: Stiftungen und Initiativen zur Förderung von Kultur, Bildung und Sozialem seien heute fester Bestandteil des städtischen Lebens. Dafür gelte es, überparteilich dankbar zu sein und gemeinsam verantwortungsvoll zukunftsgerichtete kommunale Angebote zu gestalten.
Stranninger bedankte sich bei der gesamten Vorstandschaft des Vereins um Tanja Deutsch für den außergewöhnlich engagierten Einsatz rund um das Burgtheater und die stetig wachsende Mitgliederzahl. Zugleich sicherte er dem Verein seine weitere Unterstützung bei den anstehenden Anliegen ausdrücklich zu.
