Volleyball

Schwerin zu Gast: Rote Raben wollen dem großen Gegner einen großen Kampf liefern

(ms) Der 3. Spieltag der noch jungen Bundesliga-Saison beschert den Roten Raben den ersten ganz großen Gegner: Mit dem SSC Palmberg Schwerin gastiert am Mittwoch um 19.10 Uhr ein absolutes Top-Team in der Ballsporthalle. Die Damen aus der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern haben die nationalen Titel zuletzt geradezu gehamstert: Den Deutschen Meisterschaften 2017 und 2018 ließen sie den DVV-Pokalsieg 2019 folgen; den Supercup haben sie gar dreimal in Folge geholt, zuletzt vor gut einer Woche mit einem 3:1 gegen Stuttgart.

Schwerin kommt also als Favorit nach Vilsbiburg, doch die Gastgeberinnen werden alles in die Waagschale werfen – wohlwissend, dass sie an einem perfekten Abend auch diesem Gegner etwas Zählbares abtrotzen können.

Nach den beiden Siegen zum Auftakt gegen Suhl und in Erfurt hat Trainer Timo Lippuner sein Team intensiv auf diesen ersten Saisonhöhepunkt vorbereitet. Erstmals steht dem Coach der gesamte Kader zur Verfügung, nachdem Mittelblockerin Neira Ortiz nach ihrem Einsatz für das Nationalteam von Puerto Rico ins RabenNest zurückgekehrt ist. Auch sonst sind alle Spielerinnen einsatzbereit, erstmals wird zudem Viviane Hones aus der 2. Mannschaft als zweite Libera hochgezogen.

Trainingsschwerpunkt in den gut zwei Wochen seit dem Erfurt-Match waren laut Timo Lippuner „die Athletik und die Abstimmung in den einzelnen Spielelementen“. Als besonders große Herausforderung gegen Schwerin sieht der Trainer die Blockarbeit, da der frischgebackene Supercup-Gewinner seine Angreiferinnen „nicht nur variantenreich, sondern auch schnell einsetzt“.

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Deren Namen dokumentieren die enorme Qualität des SSC-Kaders: Ob Kimberly Drewniok auf Diagonal oder McKenzie Adams und Greta Szakmary auf Außen, ob Lauren Barfield, Marie Schölzel oder Beta Dumancic im Mittelblock – der gewachsene Kern des Schweriner Teams verkörpert ausnahmslos hohes, teilweise höchstes Bundesliga- Niveau. Dem prominenten Abgang von Jennifer Geerties nach Italien stehen mit Nele Barber aus Wiesbaden und Nicole Oude Luttikhuis aus Aachen starke Neuzugänge gegenüber.

Im Zuspiel agieren Denise Hanke und Britt Bongaerts regelmäßig auf Top- Niveau; auf der Libero-Position hat die Ex-Vilsbiburgerin Anna Pogany mit Justine Wong-Orantes eine neue Kollegin bekommen. Die US-Amerikanerin wurde zuletzt beim 3:1 gegen Erfurt als MVP ausgezeichnet.

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Im Unterschied zu den Roten Raben hat Schwerin schon ein Punktspiel verloren, der Saisonauftakt gegen die Ladies in Black Aachen ging vor eigenem Publikum mit 2:3 daneben. Auch Felix Koslowskis Starensemble ist also verwundbar; dass es freilich einen Sahnetag brauchen wird, um den Favoriten in ein enges Match zu zwingen, ist Raben- Coach Timo Lippuner natürlich bewusst: „Wir wollen und müssen mutig und aggressiv auftreten, nur so können wir Schwerin Paroli bieten.“ Gute Aufschläge, so der Coach, werden elementar sein, um das temporeiche Spiel der Gäste so gut wie möglich einzudämmen. Mit der Unterstützung des leidenschaftlichen Publikums in der Ballsporthalle wollen die Raben versuchen, nach den fünf Zählern aus den ersten beiden Saisonspielen auch gegen den bisher mit Abstand stärksten Gegner zu punkten.