(ra) Ein beschädigter Lithium-Ionen-Akku hat auf dem Wertstoffhof am Alfred-Dick-Ring in Straubing erstmals einen Brand ausgelöst. Nur das schnelle Eingreifen der Mitarbeiter verhinderte am Freitag eine größere Ausbreitung des Feuers. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Straubing Stadt und Land (ZAW-SR) nimmt den Vorfall zum Anlass, eindringlich vor den Gefahren beschädigter Akkus zu warnen.

Nach Angaben des ZAW-SR war ein beschädigter Lithium-Ionen-Akku in der Annahmebox abgegeben worden. Plötzlich begann der Akku Funken zu sprühen. Die Mitarbeiter reagierten umgehend und brachten den bereits in einem Edelstahlbehälter liegenden Akku ins Freie auf den Parkplatz.
Durch den Funkenflug geriet jedoch eine in der Nähe stehende Gitterbox mit Elektroschrott in Brand. Dabei entzündete sich ein Kunststofflampenschirm. Das Wertstoffhofpersonal konnte die Flammen sofort mit einem Feuerlöscher löschen.
Wenig später traf die alarmierte Feuerwehr ein und kühlte den beschädigten Akku. Nach rund 30 Minuten war der Einsatz beendet. Der Wertstoffhof, der währenddessen vorsorglich geschlossen worden war, konnte anschließend wieder öffnen.
„Unsere Mitarbeiter haben besonnen und genau richtig reagiert“, lobte ZAW-SR-Geschäftsleiter Gangolf Wasmeier das Verhalten des Teams. Gleichzeitig machte er deutlich, wie gefährlich beschädigte Lithium-Ionen-Akkus sein können. Bereits kleinste Beschädigungen könnten dazu führen, dass sich ein Akku stark erhitzt und ohne Vorwarnung Feuer fängt.
Der ZAW-SR appelliert deshalb an die Bürger*innen, Lithium-Ionen-Akkus weder zu öffnen noch zu beschädigen oder zu zerlegen. Defekte oder beschädigte Akkus sollten ausschließlich an den dafür vorgesehenen Sammelstellen der Wertstoffhöfe abgegeben und bis zur Entsorgung besonders vorsichtig behandelt werden.
