(djd). Ob auf der Fahrt zum Urlaubsort, an den Badesee oder in den Wochenendausflug: Viele Haustierhalter haben ihre vierbeinigen Lieblinge gern dabei. Doch beim Transport im Pkw gibt es einiges zu beachten, damit Mensch und Tier sicher unterwegs sind. 

Haustiere dürfen im Auto nur gut gesichert mitfahren, zum Beispiel mit speziellen Sicherungssystemen oder Boxen. – Foto: djd/ACV Automobil-Club Verkehr/Getty Images/SolStock

Freilaufen verboten

Keinesfalls dürfen sich Tiere während der Fahrt im Fahrzeug frei bewegen. Sie können den Fahrer ablenken und bei einer Vollbremsung oder einem Unfall selbst zur Gefahr werden. Denn ihr Gewicht vervielfacht sich durch die dabei entstehenden Kräfte. Nach der Straßenverkehrsordnung gelten Tiere als Ladung und müssen entsprechend gesichert werden. Wer darauf verzichtet, riskiert Bußgelder – und im Ernstfall schwere Verletzungen für Mensch und Tier. Der ACV Automobil-Club Verkehr empfiehlt deshalb, für jede Fahrt geeignete Sicherungssysteme einzusetzen.

Transportbox oder Sicherheitsgeschirr?

Für Katzen ist eine stabile Transportbox aus Kunststoff die sicherste Lösung. Sie sollte möglichst auf der Rückbank angeschnallt oder im Fußraum hinter dem Beifahrersitz untergebracht werden. Hunde können je nach Größe mit speziellen Sicherungssystemen transportiert werden. Größere Hunde sind am besten in einer ausreichend stabilen Box im Kofferraum direkt hinter der Rückbank aufgehoben. Kleinere Tiere lassen sich auch mit einem geprüften Geschirr sichern, das mit dem Sicherheitsgurt oder den Isofix-Befestigungen verbunden wird. Der Beifahrersitz ist grundsätzlich ungeeignet.

Sicherheitsgurt für Vierbeiner: So sind Tier und Mensch gemeinsam sicher unterwegs. – Foto: djd/ACV Automobil-Club Verkehr/Getty Images/Andrey Popov

Falls ausnahmsweise eine kleine Box dort fixiert werden soll, muss der Airbag deaktiviert werden. Schondecken, Trennnetze oder Gitter können zwar den Innenraum schützen oder den Bewegungsraum begrenzen, ersetzen aber nicht die Fixierung des Tieres. Empfehlenswert ist es, beim Kauf der Produkte darauf zu achten, dass ihre Sicherheit durch Crashtests oder Prüfsiegel nachgewiesen wurde. Unter www.acv.de gibt es weitere Informationen und praktische Reisetipps.

Auch die Pausen gehören zur Reise

Gerade vor längeren Fahrten lohnt es sich, Hunde und Katzen schrittweise an das Autofahren zu gewöhnen. Vertraute Decken oder Spielzeuge können helfen, Stress zu reduzieren. Wichtig sind außerdem regelmäßige Pausen mit frischem Wasser und – bei Hunden – ausreichend Bewegung. Besondere Vorsicht gilt im Sommer: Schon nach wenigen Minuten kann sich ein geparktes Auto lebensgefährlich aufheizen. Tiere dürfen deshalb niemals unbeaufsichtigt im Fahrzeug zurückbleiben.

Wer mit Hund oder Katze ins Ausland reist, sollte sich zudem rechtzeitig über die jeweiligen Einreisebestimmungen informieren. Innerhalb der Europäischen Union sind häufig ein Mikrochip und ein EU-Heimtierausweis vorgeschrieben, in manchen Ländern auch eine Tollwutimpfung.