(ra). Digitale Unterhaltung benötigt stabile und performante Server, die bei großem Andrang nicht ins Schwitzen kommen, sondern zu jeder Zeit online sind. User haben kein Bedürfnis, Minuten oder Stunden in Warteschleifen zuzubringen oder auf Fehlermeldungen zu starren. Betreiber müssen sicherstellen, dass ihre Plattformen 24/7 zugänglich sind.

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Was unter einer stabilen Plattform zu verstehen ist

Als stabil gelten Server und Plattformen, die dauerhaft verfügbar sind. Geplante Wartungsarbeiten sind zu verschmerzen. Doch egal, wie viele andere User den Server mit Anfragen überziehen: Plattformen müssen dem Ansturm gerecht werden. Ladezeiten und Warteschleifen, die Downloads oder den Zugriff verlangsamen, zeugen nicht gerade von Stabilität. Häufen sich solche Ärgernisse, muss technisch nachgebessert werden. Andernfalls leidet die User Experience – was langfristig zu erheblichen Umsatzeinbußen führt.

Auch das beste Online Casino kann eine längere Zeit nicht erreichbar sein und schon strömen die User zur nächsten Spieleseite. Slots sind auf hunderten Portalen abrufbar. Betreiber, deren Website wiederholt von langsamen Serververbindungen geplagt ist, werden sich auf dem Markt nicht durchsetzen. Dafür fehlen Casino-Seiten entscheidende Alleinstellungsmerkmale. Deshalb sind die allermeisten Spielstätten anstandslos erreichbar. Was manchmal vorkommt: Dass die Slots eines Entwicklers zeitweise offline sind. Denn: Software-Hersteller haben eigene Server, auf denen der Zufallszahlengenerator (RNG) das nächste Gewinnbild berechnet.

Auswirkungen auf die User Experience

Videospiele verbauen selbst im Einzelspieler Modus immer häufiger Online-Features. Im 2019 erschienenen Spiel Death Stranding ließen sich Schluchten mitunter passieren, weil ein anderer Spieler provisorisch eine Leiter als Brücke eingesetzt hatte. Dies ließ sich freundlich mit einem Daumen nach oben quittieren. Diese Funktion ist kaum mit einem richtigen Mehrspielermodus zu vergleichen – eine stabile Serververbindung war dennoch notwendig. Würde der Server ständig Abbrüche zurückmelden, würde dies frustrieren. Im Falle von Death Stranding könnte man die Funktion deaktivieren. Bei anderen Games müsste man entnervt warten, bis der Server wieder online ist.

Für Titel wie Final Fantasy XIV und Genshin Impact, die Abos und Mikrotransaktionen bergen, sind stabile Plattformen ein Muss. Jede Stunde ohne aktive Server bedeutet, dass Umsätze schwinden. Mehren sich Vorfälle, könnten sich User anderen Games zuwenden. Schließlich fehlt das Vertrauen – auch zukünftig würde erwartet, dass die Server in die Knie gezwungen werden. Selbst beim verständnisvollsten Spieler reißt da der Geduldsfaden. Entwickler tun also gut daran, bei veröffentlichten Games an den Servern zu schrauben, bis diese stabil laufen.

Ausfälle bei hoher Last nicht immer zu vermeiden

Insbesondere zum Release sind Serverprobleme oft vorprogrammiert. Paradebeispiel: Als am 15. Mai 2012 Diablo 3 erschien, wurden die Server regelrecht überrannt. Wer versuchte, im Hack and Slay Dämonen zu schnetzeln, bekam stattdessen den Fehler 37 präsentiert. Immerhin wurde der Fehler konkret: Momentan seien die Server ausgelastet, man solle es zu einem späteren Zeitpunkt erneut versuchen.

Was den Serverabsturz erklärt: Zur Veröffentlichung versuchen abertausende Spieler, Dateien und Updates zu installieren. Dies überfordert den Server. Da der Ansturm nach dem ersten Hype stark zurückgehen wird, wäre es unwirtschaftlich, die Serverkapazitäten erheblich auszubauen. Häufig wird also nicht unterschätzt, wie viele User zum Release auf eine Plattform zurückgreifen. Stattdessen werden anfängliche Probleme in Kauf genommen. Nur wenn die Server dauerhaft schwächeln, müssen die Kapazitäten ausgebaut werden. Ab und an treten unerwünschte Fehler im fertigen Spiel auf, die unbeabsichtigte Lastspitzen zur Folge haben.

Qualitätssicherung und ausgiebige Tests müssen noch vor Release erfolgen. Lässt sich ein Fehler erst nach Wochen beheben, könnte die Marke erheblichen Schaden davongetragen haben. Nutzer haben selten Verständnis für Serverprobleme. Langanhaltende Ausfälle ziehen Review-Bombing nach sich: Statt das Produkt zu bewerten, wird die instabile Plattform als Anlass für negative Reviews gesehen.

Sicherheit und Stabilität gehen Hand in Hand

Überlastete Server können mit Denial-of-Service-Angriffen längere Zeit lahmgelegt werden. Hacker nutzen dann Schwachstellen aus, die offengelegt werden, weil der Server nicht schnell genug reagieren kann. Sie entwenden oder beschädigen Daten, die schlimmstenfalls permanent verlorengehen, wenn die Plattform unzureichend geschützt ist.

Experten können Server ausreichend sichern, um DDoS-Angriffe abzuwenden, bevor diese den Server erreichen. Denkbar sind etwa Cloud-Dienste, die schädliche Anfragen filtern, bevor diese überhaupt am Server anlangen. Ein Content Delivery Network hilft, die Datenlast auf unterschiedliche Server zu verteilen. Angriffe würden so weniger effektiv wirken. Zu guter Letzt hilft eine intelligente Firewall, verdächtige Anfragen zu identifizieren. DDos-Attacken erfolgen üblicherweise nach einem erkennbaren Muster.

Neue Technologien brauchen stabile Plattformen

Das weiter oben erwähnte Death Stranding bleibt spielbar, wenn der Server den Geist aufgibt. Neuere Videospiele und Technologien sind aber auf durchgehend stabile Plattformen angewiesen. Beim Streaming erfolgt zwar ein Buffering, das heißt, Videodaten werden zwischengespeichert. Doch bei längeren Verbindungsabbrüchen pausiert der Stream. Bei einem Location-based Game darf die Serververbindung keinesfalls abbrechen. Bei einem Ego-Shooter würde die Partie im Multiplayer zusammenbrechen, wenn der Server einknickt.

Wer einen Desktop-PC besitzt, weiß: Systemausfälle kommen vor. Idealerweise übernimmt bei stabilen Plattformen ein Backup-Server, bis das Hauptsystem wieder in die Gänge kommt. Um Datenverluste – etwa infolge einer DDoS-Attacke – zu begrenzen, müssen Betreiber regelmäßig Backups erstellen. Diese kämen nach einem Ausfall zum Einsatz. Redundante Hardware kann ebenfalls ihren Beitrag leisten, damit Plattformen hoher Serverlast standhalten.

Fazit: Stabilität ist Pflicht

Berufliches und Privates spielt sich zunehmend online ab. Dass eine Plattform stabil läuft, ist nicht wünschenswert, sondern unbedingt erforderlich. Unternehmen, die ausgerechnet bei den Servern kostensparende Maßnahmen ergreifen, werden am Markt scheitern. Cloud-Dienste, redundante Hardware sowie der Aufbau eines Content Delivery Networks sorgen dafür, dass Websites erreichbar bleiben.