Football

Straubing Spiders krönen überragende Saison mit 31:28-Sieg gegen den Meister

(ra) Die Stimmung am Samstagabend im Spider Dome in Straubing war am Siedepunkt, als die fast 1.000 Zuschauer ihre Mannschaft nach vorne gepeitscht haben. Als der Hauptschiedsrichter dann um kurz nach 21 Uhr das letzte Mal seine Pfeife betätigte, brachen endgültig alle Dämme. Es war vollbracht – die Spiders haben den Meister niedergerungen und abgekämpft und sich den Heimsieg hart verdient.

Die Zuschauer sahen zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten: Wurden die ersten beiden Viertel noch von den Offense-Reihen angeführt, waren es die Defense-Reihen in den letzten beiden Vierteln, die das Spiel machten, wobei die Defense der Spinnen den entscheidenden Tick mehr machten, was dann am Ende gereicht hat. Es war eine Interception von Chris Aigner an der 50-Yard Linie, der den Ball dann weit in die Hälfte der Oberschwaben brachte, was die Offense dann mit dem Game Winning-Field Goal durch Martin Gier vergolden konnte. Wie schon gegen Saarbrücken war es das eine, entscheidende Field Goal, dass dieses Herzschlagspiel entschied.

Foto: Mike Hoffmann

Beide Offense-Reihen brauchten ihre Zeit, um in die Partie kamen, die jeweils ersten Drives konnten jeweils gestoppt werden. Die Ravensburger Offense fand jedoch dann ihren Rhythmus zuerst und erzielten die ersten Punkte des Tages. Doch die Offense der Spinnen machte dieses Mal die Fehler aus dem ersten Drive nicht mehr und glich direkt aus. Sixten Dragan wurde mustergültig von Mark Wright bedient (PAT M. Gierl).

Es sollte der Beginn eines fulminanten zweiten Viertels werden, in dem beide Mannschaften zusammen 42 Punkte aufs Board zauberten. Die Ravensburg gingen wieder in Führung, direkt danach wurde Fabian Holmer von Mark Wright in der Endzone zum erneuten Ausgleich (PAT M. Gierl) bedient. Das gleiche Spiel dann in den letzten beiden Minuten der ersten Hälfte, Mark Wright glich durch einen langen Lauf (PAT M. Gierl) aus, die Ravensburg gingen wieder in Führung. Kurz vor dem endgültigen Pausenpfiff dann der Schock für die Spiders – Quarterback Mark Wright versuchte einem Gegenspieler zu entkommen, wurde unglücklich erwischt und ging verletzt zu Boden. Er konnte mit einer Schulterverletzung nicht mehr aufs Feld zurückkehren. Das war dann auch die letzte Aktion vor der Pause zum Halbzeitstand von 21:28.

Nach der Halbzeit musste nun Offense Coach und Back-Up Quarterback Frank Brock die Offense der Spinnen aufs Feld führen. Es sollte der letzte Touchdown-Drive des Tages werden, als vor allem das Laufspiel über Kevin Graupner von der Razorbacks Defense nicht gestoppt werden konnte und den Ausgleich (PAT M. Gierl) aufs Board brachte.

Es entwickelte sich im Nachgang eine wahre Defense-Schlacht. Beide Offense-Reihen taten sich unglaublich schwer. Die Spiders – auch limitiert in den Möglichkeiten durch den verletzungsbedingten Ausfall von Mark Wright – kämpften um jeden Meter. Oftmals in den entscheidenden Momenten jedoch glücklos. Bis dann Chris Aigner zuschnappte.  Er trug das Ei bis tief in die Redzone der Ravensburger zurück. Ein Touchdown wollte nicht gelingen. Doch Martin Gierl behielt die Nerven und versenkte das Field Goal eiskalt zum Endstand von 31:28.

Eine unglaubliche Leistung von allen Mannschaftsteilen, wie Offense Coordinator Frank Brock stolz bilanzierte: „Es war eine unglaubliche Partie heute. Die Stimmung im Stadion war gigantisch. Die Jungs haben heute um jeden Zentimeter Rasen gekämpft. Vor allem unsere Defense hat heute alles rausgeholt und die entscheidenden Aktionen für uns vorbereitet, das wir die Partie gewinnen konnten. Ich kann gar nicht genug ausdrücken, wie stolz ich auf unser Football-Team bin.“

Für die Spiders ist die erste GFL2-Saison somit beendet – eine wilde Fahrt, die verdient auf dem dritten Platz endet und mit sensationellen zehn Siegen abgeschlossen werden konnte und für viel Wow-Effekte in der Republik gesorgt haben. Jetzt geht’s erstmal in die Herbst-Pause, bevor dann für 2019 wieder voll angegriffen wird.

Weitere Ergebnisse:
Wiesbaden Phantoms vs. Saarland Hurricanes – 7:56
Gießen Golden Dragons vs. Albershausen Crusaders – 53:7

Abschlusstabelle 2018: