(rp) Während in der Stadt Dingolfing der Bürgermeister aufgrund von Drohungen zurücktritt, in anderen bayerischen Kommunen sich ebenfalls Mandatsträger nicht mehr zur Wahl stellen, gibt es auch in Geiselhöring Hass-Tiraden gegen die SPD. Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins beschäftigten sich am Donnerstag mit jüngsten Äußerungen auf dem Telegram-Kanal der Gruppierung „Friedliches Geiselhöring“. Dort waren der SPD Geiselhöring in Verbindung mit persönlichen Schmähungen und Beleidigungen Vorwürfe gemacht worden.

Nach Darstellung des Ortsvereins wird die SPD unter anderem als „Kommunisten“ und „volksfeindliche rote Partei“ diffamiert und mit „Sachbeschädigung“ sowie „anderen Straftaten“ in Verbindung gebracht. Auch von „terroristischen Antifaschisten“ ist die Rede. Die Geiselhöringer SPD weist diese an alte Nazi-Parolen erinnernden Schmähungen und aus ihrer Sicht ungerechtfertigten Verdächtigungen entschieden zurück.

Schriftführer Rainer Pasta, der auf dem Kanal auch persönlich angegriffen wurde, fand deutliche Worte: Inzwischen sei man fast froh über jedes Plakat der „Friedlichen“, weil diese – trotz aller Beteuerungen eines „respektvollen Miteinanders“ und „konstruktiven Mitwirkens ohne Angst vor Angriffen oder Abwertungen“ – den wahren Kern der Bewegung zeigten. Nach Einschätzung des Ortsvereins sei die Gruppierung „Friedliches Geiselhöring“ damit der eigentliche Spaltpilz in der Stadt.