(ra) Ein großer Tag für neun Nachwuchskräfte in der Pflege: Nach drei Jahren Ausbildung haben am Freitag die frisch eexaminierten Pflegefachfrauen und -männer in der Klinik Landshut-Mitte ihre Abschlusszeugnisse erhalten – und starten nun in einen Beruf mit hoher Verantwortung.

Schulleiterin Silke Steffl gratulierte den Absolvent*innen und verwies auf die lange Tradition der Einrichtung: Seit 1953 hätten mehr als 2500 Auszubildende ihre Ausbildung an der Schule erfolgreich abgeschlossen. „Sie reihen sich heute in diese lange Liste ein“, sagte sie und gab den neuen Pflegefachkräften einen Rat mit auf den Weg: „Bilden Sie sich weiter und finden Sie Ihren Platz in diesem breiten Feld der Möglichkeiten. Ihnen stehen alle Türen offen.“
Als Prüfungsbeste schloss Rania Rosh mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,25 ab. Für ein Abschlusszeugnis mit einem Notenschnitt von unter 1,5 wurde Yadhukrishna Kattuparambil Dayanandan besonders geehrt. Ebenfalls erfolgreich bestanden haben Lukas Adamski, Jonas Hentschel, Sintona Johnson, Anna Kashutina, Parwinder Kaur, Vesna Miletic und Sudenur Yildiz. Sechs der Absolvent*innen bleiben künftig am Standort Landshut-Mitte tätig.
Auch Oberbürgermeister Alexander Putz gratulierte – zum letzten Mal in seiner Funktion als Verwaltungsratsvorsitzender. Pflegekräfte seien „das Gesicht unserer Gesundheitsversorgung“, betonte er. Neben fachlicher Kompetenz spielten Menschlichkeit und Freundlichkeit eine zentrale Rolle im Umgang mit Patient*innen.
Vorstand André Naumann unterstrich in seinem Grußwort die gesellschaftliche Bedeutung des Berufs. Pflege sei anspruchsvoll, aber zugleich sinnstiftend. Ohne engagierte Pflegekräfte könne ein modernes Gesundheitssystem nicht funktionieren. Die Pflegeschulen der LA-Regio Kliniken seien daher ein wichtiger Eckpfeiler bei der Gewinnung des dringend benötigten Nachwuchses.
Pflegedienstleiter Michael Zehentner hob besonders die Leistung der drei indischen Absolventen hervor, die von der De Sales Academy in Kerala nach Deutschland gekommen sind. Neben der anspruchsvollen Ausbildung hätten sie Fachinhalte in einer fremden Sprache gelernt und sich in ein neues Gesundheitssystem integriert. Internationale Fachkräfte seien längst ein unverzichtbarer Bestandteil des Gesundheitswesens.
Klassenleiterin Andrea Brücklmeier blickte auf drei intensive Ausbildungsjahre zurück. Aus einer Gruppe Einzelner sei ein Team geworden, das sich gegenseitig unterstütze und Verantwortung übernehme. „Heute steht ihr am Ende eines wichtigen Abschnitts und am Anfang eines neuen Weges.“
Die Abschlussrede hielt Klassensprecher Jonas Hentschel. Er betonte, wie sehr die Ausbildung alle geprägt habe: Verantwortung, Empathie und Menschlichkeit seien zentrale Werte des Berufs. Musikalisch begleitet wurde die Feier vom Duo Lichtfänger.
