(ra) Bunt, laut und trotz klirrender Kälte bestens gelaunt: Mehr als 100 maskierte Kinder haben in Sankt Englmar gemeinsam mit der Feuerwehr ausgelassen Fasching gefeiert. Bei der 17. Ausgabe des Kinderfaschings der FF Sankt Englmar e. V. füllte sich der Kirchplatz am Sonntag kurz vor 13.30 Uhr mit Spiderman und anderen Superhelden, Polizisten, Cowboys, Indianern, Prinzessinnen, Kobolden, Elfen und Marios.

Pünktlich zum Start mit Glockenschlag sorgte das Animationsteam, diesmal im Hippie-Stil gekleidet, für den obligatorischen Süßigkeitenregen. Für einen stimmungsvollen Auftakt standen die „Sankt Englmarer Buam“ unter der Leitung von Sepp Pielmeier bereit, die sich eigens für diesen Tag formiert hatten. Moderator Andi Aichinger wollte wissen, ob alle für den närrischen Nachmittag bereit seien – die Antwort kam aus allen Kehlen, einmütig und donnernd: „Jaaaaaa!“
Nach einem bunten Umzug durch die Straßen des Bergdorfs ging es weiter in den liebevoll dekorierten Waidlersaal des Gasthauses Bayerwald. Dort übernahm DJ Simon Feldmeier und brachte mit seiner Musikauswahl die Stimmung rasch auf Betriebstemperatur. Immer wieder füllten Kinder und auch Erwachsene die Tanzfläche und schwangen vergnügt das Tanzbein.
Bei der Maskenprämierung achteten Kommandant Reinhold Schötz, zweiter Vorsitzender Lukas Troiber sowie die Beisitzer Tobias Troiber und Uli Lex darauf, dass wirklich jedes Kind mit einem Präsent nach Hause ging. Für Spannung und Spaß sorgte Greta-Marie Steinkirchner mit Spielen wie der Reise nach Jerusalem oder dem Tanzen des „Zillertaler Hochzeitsmarschs“.
Vorsitzender Andi Aichinger nutzte den Nachmittag auch für ein deutliches Dankeschön an alle, die das Fest möglich machten – zumal es auch 2026 ohne Eintritt organisiert wurde. Er nannte Astrid Piermeier für die Werbung, die Wirtsleute Maria und Edwin Schötz, Franz Bindl, die örtlichen Banken und besonders Robert Bugl als großzügige Unterstützer. Ohne diesen Zusammenhalt, so der Tenor, wäre der Kinderfasching in dieser Form nicht zu stemmen.
Als weit nach dem geplanten Ende um 16:30 Uhr das Lied „Wer hat an der Uhr gedreht…?“ erklang, war die Energie bei vielen zwar langsam aufgebraucht, die Augen aber leuchteten noch. Mit Körperteilblues und sogar Headbangen zu ACDC endete ein abwechslungsreicher Faschingstag, nach dem in Sankt Englmar schnell klar war: Diese Mühe lohnt sich – und 2027 will die Feuerwehr wieder alles geben, wenn es heißt: „Heut’ regier’ ma ’s Bergdorf mia!“
