Wanderausstellung über jüdische Fußballspieler beim FC Bayern gastiert in Geiselhöring
(rp) Der SPD-Arbeitskreis Labertal und die evangelische Kirche in Geiselhöring zeigen vom 12. bis 14. April die Wanderausstellung des FC-Bayern-Museums „Verehrt. Verfolgt. Vergessen: Opfer des Nationalsozialismus beim FC Bayern München“. Ausstellungen zur Geschichte haben Tradition beim AK-Labertal und unter dem Motto „Nie wieder – ist jetzt!“ passt das Thema in die Zeit.
Pfarrer Ulrich Fritsch freut sich, dass diese Ausstellung des FC Bayern, die ursprünglich in Kooperation mit der evangelischen Versöhnungskirche in Dachau entstanden ist, in der Kreuzkirche gastiert. Neben einer kleinen Eröffnungsfeier am Freitag, 12. April um 19.45 Uhr wird der Ausstellungshöhepunkt in Geiselhöring am Sonntag, 14. April ab 9.30 Uhr mit einer Kanzelrede zum Thema gefeiert.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen über 56 Vereinsmitglieder, die aus religiösen oder politischen Gründen fliehen mussten oder deportiert wurden. Ihr Weg wird auf einer Weltkarte dargestellt. Neun Biographien, darunter die der Ehrenpräsidenten Kurt Landauer und Siegfried Herrmann, werden ausführlich beleuchtet.
Jüdische Fußballer, Trainer, Funktionäre und Journalisten haben den Fußball in Deutschland populär gemacht. 1933 wurden ihre erfolgreichen Karrieren schlagartig beendet. Die Nationalsozialisten veranlassten, dass jüdische Sportler, Trainer und Funktionäre aus den Vereinen ausgeschlossen wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg gerieten ihre Verdienste und ihre Verfolgung in Vergessenheit. Die Ausstellung ruft dieses Kapitel deutscher Fußballgeschichte wieder in Erinnerung. Im Anschluss geht die Ausstellung auf ihrer Wanderschaft nach Straubing.