Urlaubsrückkehrer plötzlich mit unterschlagenem Wohnmobil konfrontiert
(pol/ra) Es war ein besonderes Dilemma, in welches am Mittwoch eine vierköpfige Familie bei einer Verkehrskontrolle auf der A3 beim Parkplatz Wellerbach geriet. Beamte der Autobahnpolizeistation Kirchroth stoppten dort in Richtung Regensburg ein Wohnmobil mit deutscher Zulassung.
Wie sich bei der Kontrolle herausstellte, war das Wohnmobil seit Mai nicht mehr versichert und folglich zur Entstempelung der Kennzeichen ausgeschrieben. Gleichzeitig wurde nach dem Wohnmobil zur Eigentumssicherung nach Unterschlagung gefahndet.
Die vierköpfige Familie aus Belgien hatte das Wohnmobil in gutem Glauben angemietet, um einen Familienurlaub zu verbringen. Der Halter des Wohnmobils verschwieg, dass seitens des Versicherers der Vertrag auf Grund Nichtzahlung längst gekündigt wurde. Auch beglich der Halter die ausstehende Leasingrate nicht, weswegen gegen ihn bereits wegen Unterschlagung ermittelt wird.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wird gegen den Fahrer keine Strafanzeige erstattet. Der Halter wird sich jedoch wegen des Verdachts eines Vergehens nach dem Pflichtversicherungsgesetz verantworten müssen, da er das Fahrzeug ohne gültige Haftpflichtversicherung vermietete.
Die Kennzeichen des Wohnmobils mussten vor Ort entstempelt und das Wohnmobil sichergestellt werden. Der Familie wurde durch den Beamten allerdings soweit geholfen, dass sie die Heimreise mit einem Mietauto fortsetzen konnten.