Landkreis LandshutLandshut

Rund 30 Impfungen im Impfzentraum Landshut kurzfristig vertagt

(ra) Der Beschluss der Gesundheitsminister vom Dienstag, den Corona-Impfstoff von AstraZeneca nur noch für Personen über 60 Jahren zuzulassen, hat auch Auswirkungen auf die Arbeit des Impfzentrums des Landkreises Landshut: Da von den für Mittwoch rund vereinbarten 100 Impfungen mit AstraZeneca ein Drittel der Empfänger unter 60 Jahre alt gewesen wäre, mussten diese Termine kurzfristig abgesagt werden.

Die Betroffenen wurden und werden noch vom Impfzentrum umgehend informiert. Da derzeit kaum ein anderer Impfstoff für Erstimpfungen zur Verfügung steht, konnten diese Termine nicht umgebucht werden.

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Nach wie vor macht der Impfstoff von AstraZeneca einen großen Anteil an den Impfstofflieferungen aus. Derzeit (Stand 31. März, 7.30 Uhr) lagern im Impfzentrum 3.100 Impfdosen der verschiedenen Hersteller. 

1.500 Impfdosen davon entfallen auf AstraZeneca, die auch für Erstimpfungen verwendet werden können. Von den verbleibenden 1.600 Impfdosen stehen nur ca. 490 für Erstimpfungen zur Verfügung. Diese müssen jedoch zwischen dem Impfbus, der in Kürze in seine fünfte Runde gehen sollte, und dem Impfzentrum aufgeteilt werden.

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Die Mitarbeiter des Impfzentrums versuchen parallel, die nun frei gewordenen Impfdosen von AstraZeneca neu zu vergeben: Wobei die schwindende Akzeptanz dieses Modells es immer schwieriger macht, impfwillige Personen in den Priorisierungsgruppen 1 und 2 zu finden. Außerdem fehlen noch konkrete Vorgaben vom Ministerium und die Umstellung des EDV-Programmes. Aktuell ist eine automatisierte Einladung über das vom Freistaat Bayern vorgegebene System (für Personen Ü60) noch nicht möglich.

Wie es mit den offenen Zweitimpfungen von AstraZeneca weitergeht, steht noch nicht fest. Rund 15.000 Impfungen gegen das Corona-Virus (alle verfügbaren Impfstoffe mit eingerechnet) wurden im Landkreis Landshut bislang vorgenommen.