(ra) Die Biere der Schlossbrauerei Irlbach werden künftig im Gräflichen Brauhaus Arcobräu in Moos gebraut. Dies geht aus einer Pressemitteilung Anfang des Jahres hervor. Arcobräu begründet den Schritt mit hohen Investitionen, die am bisherigen Standort nötig gewesen wären.

Arcobräu teilte mit, dass die Zusammenarbeit mit der Schloss GmbH der Freiherren von Poschinger-Bray als Verpächter der Brauereigebäude in Irlbach „im partnerschaftlichen Einvernehmen“ zum 31. März endet. – Foto: Haas

Brauer und Rezepturen sollen bleiben

Nach Angaben von Arcobräu sollen die Irlbacher Biere weiterhin von den bisherigen Brauern nach Original-Rezepturen hergestellt werden. Charakter und Geschmack würden demnach unverändert bleiben.

Als Grund für die Verlagerung nennt Arcobräu gestiegene technische und gesetzliche Anforderungen. Am Standort Irlbach wären Investitionen von über fünf Millionen Euro nötig gewesen, unter anderem für Brautechnik und eine neue Kläranlage. Diese Größenordnung hätte die wirtschaftliche Stabilität gefährdet, so Arcobräu. In der Vergangenheit hat der alte Betreiber der Brauerei offensichtlich über einen längeren Zeitraum nichts investiert.

Marke Irlbacher soll erhalten bleiben

Die Marke Irlbacher soll nach Angaben von Arcobräu bestehen bleiben. Die Verlagerung werde als „klare Investition in die Zukunft der Marke“ bezeichnet.

Die Brauerei in Irlbach besteht seit mehr als 500 Jahren. Bis 1811 war sie Teil des Schlosses Irlbach, anschließend wurde sie ausgelagert und an die Familie Poschinger-Bray verkauft. Bis zum Weiterverkauf 2016 an Arcobräu befand sie sich im Familienbesitz. Arcobräu hatte die Schlossbrauerei im Jahr 2016 übernommen.

Von red_ra24