(ra) Organspende kann Leben retten – doch viele Menschen setzen sich erst mit dem Thema auseinander, wenn sie persönlich betroffen sind. Mit einer gemeinsamen Aktion haben die Berufsfachschule für Pflege der Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf und die Initiative Organspende Ostbayern nun in Mallersdorf-Pfaffenberg über das Thema informiert und für mehr Aufklärung geworben.

 
Die Aktions-Pavillons vor dem Edeka-Markt mit Landrat Tobias Beck (links), den Auszubildenden und Ehrenamtlichen, Schulleitung Dr. Karin Lichtinger (3. von rechts) und dem Sprecher der Initiative Organspende Ostbayern Jürgen Hagenbuch (rechts) – Foto: Klinik Mallersdorf/Elisabeth Landinger

Vor dem Edeka-Markt Stock entstand dafür ein ungewöhnlicher Informationsstand. Neben Gesprächen und Informationsmaterial gab es ein Glücksrad, Tattoos, Ballons für Kinder sowie einen Ausweisdrucker, mit dem direkt vor Ort personalisierte Organspendeausweise im Scheckkartenformat erstellt werden konnten.

Auch Landrat Tobias Beck machte sich ein Bild von der Aktion. Er ließ sich selbst einen Organspendeausweis ausstellen und dankte den Auszubildenden sowie den Ehrenamtlichen für ihr Engagement.

Ausgangspunkt der Aktion war ein Unterrichtsprojekt an der Berufsfachschule für Pflege. Schulleiterin Karin Lichtinger erläuterte, dass Themen wie Organspende, Hirntod, Dialyse und Transplantation fester Bestandteil der Ausbildung seien. Gemeinsam mit Jürgen Hagenbuch wurden dazu Projekttage organisiert.

Neben Fachvorträgen standen vor allem persönliche Schicksale im Mittelpunkt. Organempfänger und Angehörige von Organspendern berichteten von ihren Erfahrungen. Die Erzählungen bewegten viele der angehenden Pflegefachkräfte und machten deutlich, welche Bedeutung eine Organspende für Betroffene haben kann.

„Es ist kein leichtes Thema“, erklärte der dreifach transplantierte Peter Schlauderer. Deshalb wolle man Menschen nicht bedrängen, sondern diejenigen unterstützen, die sich aktiv informieren möchten.

Mit der Aktion sollte nicht nur Wissen vermittelt werden. Ziel war es auch, Berührungsängste abzubauen und die Bereitschaft zur Organspende in der Bevölkerung zu fördern.