(ra) Guter Besuch und ein politischer Rundumschlag: Bei einer Veranstaltung der ÖDP/PU am Mittwoch in der Gaststätte „Hofmark 1“ in Mallersdorf zeigte sich Bürgermeisterkandidat Dr. Michael Röder über das große Interesse erfreut. In kurzen Beiträgen stellten anschließend Maria Beck und Michael Meindl, beide Kandidat*innen für Marktrat und Kreistag, ihre politischen Ziele vor.

Die ÖDP/PU-Marktgemeinderats- bzw. Kreistagskandidaten von links: Klaud Schmid, Michael Meindl, Maria Beck, Dr. Michael Röder, Josef Gold, Bernhard Schmid, Martha Altweck-Glöbl, Josef Amann, Helmut Stumfoll.

Kreisrat Josef Gold, Mitglied des Kreistags und erneut Kandidat, blickte auf die Arbeit der ÖDP in den vergangenen Jahren zurück. Mit sechs Kreisräten sei die ÖDP/PU die drittstärkste Fraktion im Kreistag und zugleich eine der aktivsten. Als Beispiele nannte Gold Anträge zur Einrichtung einer Pflegeschule, zur Nutzung von Photovoltaik auf öffentlichen Dächern sowie zu Richtlinien für neue Baugebiete.

Gold hob die Unabhängigkeit der ÖDP hervor. Die Partei verzichte auf Firmenspenden, um sich nicht von Lobbyinteressen abhängig zu machen. Inhaltlich stehe die ÖDP/PU für einen gesunden, sozialen und „enkeltauglichen“ Landkreis. Der Landkreis müsse bei Energieversorgung und Lebensmittelproduktion mutiger werden und regionale Energie sowie regionale, gesunde Lebensmittel stärker nutzen. Angesichts von Erderhitzung und Artensterben sei entschlossenes Handeln notwendig. Den von den Freien Wählern in Niederwinkling geplanten Sportboothafen kritisierte Gold deutlich und ordnete ihn als nicht vereinbar mit einer nachhaltigen Entwicklung ein.

Deutlich wurde Gold auch beim Thema Demokratie. Diese werde nach seiner Darstellung nicht nur von innen durch rechtsextremistische Kräfte wie die AfD bedroht, sondern ebenso durch Tech-Milliardäre, die mit großem Reichtum, Profitinteressen und unter Nutzung künstlicher Intelligenz Einfluss auf Meinungen nähmen. Außerdem nannte er Putin und Trump als Akteure, die Menschen manipulieren wollen. Auch Populisten wie Söder und Aiwanger trügen aus seiner Sicht zur Spaltung der Gesellschaft bei. Daraus leitete Gold ab, warum es eine Partei wie die ÖDP brauche, die sozial, ökologisch, nachhaltig und demokratisch zu den Grundwerten stehe.