(ra) Mehr Zusammenarbeit, mehr Innovation, mehr Tempo: Mit einem neuen Netzwerk will Niederbayern bei Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz deutlich zulegen. Das Niederbayern-Forum hat am Donnerstag an der Hochschule Landshut das „Ecosystem Smart Niederbayern“ vorgestellt – ein Netzwerk, das bestehende Initiativen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen enger zusammenbringen soll. Ziel ist es, die zahlreichen Projekte und Kompetenzen in der Region besser zu bündeln und sichtbarer zu machen.

„In Niederbayern passiert bereits unglaublich viel im Bereich KI und Digitalisierung“, sagte Geschäftsführer Dr. Reinhard Saller. „Jetzt geht es darum, diese Kräfte zu vernetzen, Synergien zu schaffen und gemeinsam mehr Wirkung zu erzielen.“
Das neue Netzwerk geht aus der Initiative „Ecosystem Smart Ostbayern“ hervor und versteht sich ausdrücklich als Plattform, die Aktivitäten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zusammenführt – nicht als Konkurrenz zu bestehenden Angeboten. Unterstützt wird das Projekt vom Regionalmanagement des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.
Ein zentraler Partner ist der KI Park e. V., ein bundesweit und international aktives Innovationsnetzwerk mit rund 290 Organisationen. Er bringt Fachwissen, erprobte Formate und überregionale Kontakte ein. Gemeinsam soll perspektivisch ein eigener KI-Satellit für Niederbayern aufgebaut und die Region stärker an nationale und internationale Innovationsnetzwerke angebunden werden.
Beim Auftakt diskutierten Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung über konkrete Einsatzmöglichkeiten – etwa in der Industrie, in der öffentlichen Verwaltung oder im Bereich digitaler Infrastruktur. In Workshops ging es unter anderem um den Einsatz von KI in Produktionsprozessen, um Beschaffungsmodelle für Behörden und um praktische Anwendungen für kleine und mittlere Unternehmen.
Regierungspräsident Rainer Haselbeck betonte die Bedeutung der Initiative: „Niederbayern hat starke wirtschaftliche Strukturen und hohe technologische Kompetenz. Entscheidend ist jetzt, diese Potenziale gezielt zu vernetzen.“
Auch Prof. Dr. Martin Prasch von der Hochschule Landshut sieht im neuen Netzwerk einen wichtigen Schritt, um Innovationen schneller in die Praxis zu bringen und die Region nachhaltig zu stärken.
Ein erstes Folgeprojekt ist bereits geplant: Gemeinsam mit der Stadt Landau an der Isar soll 2026 eine „Innovation Challenge“ unter dem Titel „Smart Region“ stattfinden. Dabei entwickeln Studierende Lösungen für konkrete Herausforderungen vor Ort.
Mit dem „Ecosystem Smart Niederbayern“ will sich die Region langfristig als innovationsstarker Wirtschaftsraum positionieren – mit enger Vernetzung und klarem Fokus auf Zukunftstechnologien.
