(ra) Tieffliegende Maschinen sorgen in den kommenden Tagen für Aufmerksamkeit: Ab Montag, 20. April überprüft die Bayernwerk Netz GmbH ihr Hochspannungsnetz in Nieder- und Oberbayern sowie Teilen der Oberpfalz aus der Luft. Dafür ist ein Hubschrauber im Einsatz, der entlang der Leitungen zwischen unter anderem Regensburg, Straubing, Passau, Landshut und Eggenfelden unterwegs ist.
Die Flüge dauern voraussichtlich ein bis zwei Wochen. Täglich ist das Team zwischen 8 und 18 Uhr im Einsatz. Dabei fliegt der Hubschrauber teilweise nur wenige Meter an die Leitungen heran, damit Techniker den Zustand von Masten, Isolatoren und Leitungen genau prüfen können.

„Unsere Aufgabe ist es, ein zuverlässiges Netz zu betreiben“, erklärt Projektleiter Frank Kuhnhäuser. „Deshalb kontrollieren wir die Anlagen regelmäßig – auch aus der Luft.“
Insgesamt werden in diesem Jahr rund 1.200 Kilometer Leitungsnetz beflogen. Ziel ist es, mögliche Schäden oder Verschleiß frühzeitig zu erkennen und notwendige Wartungsarbeiten rechtzeitig einzuplanen. Auch der Bewuchs entlang der Trassen wird überprüft, da Bäume und Sträucher bestimmte Abstände zu den Leitungen einhalten müssen.
Die Flugrouten werden täglich je nach Wetterlage angepasst. Voraussetzung für die Kontrollen ist gute Sicht. Während der Inspektionen bleiben die Stromleitungen in Betrieb.
Die Maßnahme ist Teil der regelmäßigen Sicherheitsüberprüfung: Spätestens alle vier Jahre werden sämtliche Hochspannungsleitungen im Netzgebiet aus der Luft kontrolliert.
