(ra). Mehr als 70 Jahre gehörten Adidas und die deutsche Nationalmannschaft zusammen, deswegen wirkte diese Partnerschaft auch selbstverständlich. Und natürlich stammen einige der bekanntesten deutschen WM-Trikots aus dieser Ära. Ab dem 1. Januar 2027 wird sie allerdings Vergangenheit sein, denn dann steht Nike auf der DFB-Ausrüstung.

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Angekündigt wurde der Wechsel schon im März 2024, was alles andere als Ruhe brachte. Wer sich neben den Spielen auch für Prognosen interessiert, findet die besten Tipps, die von Experten erstellt wurden, zu zahlreichen Fußballspielen.

Bei Nikes Angebot ging es um eine andere Größenordnung

Wie so oft steckt unter anderem das gute alte Geld dahinter, denn nach Medienberichten soll Nike mit rund 100 Millionen Euro pro Jahr etwa das Doppelte von Adidas zahlen. Gleichzeitig war Nike nicht der einzige Interessent, und für den DFB spielten auch die vorgestellten Konzepte eine Rolle.

Auch wenn dem Deal weitere Faktoren zugrunde liegen, wäre diese Summe gerade in der aktuellen sportlichen Situation eine ganz andere Größenordnung. Dazu kommt, dass Nike auch die Förderung des Frauenfußballs und des Amateurbereichs unterstützen soll.

1954 standen schon Adidas-Schuhe auf dem Platz

Beim Turnier von 1954 in der Schweiz, als Deutschland erstmals Weltmeister wurde, spielte das Team in Schuhen von Adidas. Es sollten die Triumphe von 1974, 1990 sowie 2014 folgen. Dazu kommen jene von 2003 sowie 2007 im Frauenfußball.

Und dann gibt es einige Trikots, die diese Turniere ziemlich deutlich überdauert haben. Gemeint ist etwa das 1990er-Modell mit dem schwarz-rot-goldenen Muster, das Sie selbst heute noch hin und wieder auf den Tribünen sehen können.

BereichAdidasNike
AusrüsterBis 31. Dezember 2026Ab 1. Januar 2027
VertragszeitraumAktueller Vertrag endet 20262027 bis 2034
Jährlicher VertragswertMedienberichten zufolge rund 50 Mio. EuroMedienberichten zufolge über 100 Mio. Euro
AusstattungDeutsche NationalmannschaftenSämtliche DFB-Nationalmannschaften

Beim ersten Nike-Trikot dürfte genau hingeschaut werden

Ab dem 1. Januar 2027 werden die Akteure also DFB-Arbeitskleidung mit einem anderen Logo tragen. Die Einigung mit Nike ändert allerdings wenig an den Fußballschuhen, dürfen die Profis dafür doch eigene Ausrüsterverträge haben.

Anders sieht es beim Heimtrikot aus, und vor allem das erste dürfte besonders viel Aufmerksamkeit erhalten. Seit Jahrzehnten passen Weiß und die deutsche Nationalmannschaft wie die Faust aufs Auge, und bei kaum einem anderen Trikot sorgen kleine Änderungen so schnell für Diskussionen. Wie viel Nike am gewohnten Bild verändert, ist bislang offen. Insofern lässt sich noch nicht abschätzen, wie groß die Änderungen sein werden.

Selbst in der Politik wurde über den Wechsel gesprochen

Diskussionen gab es aber bereits rund um die Entscheidung 2024, und diese blieb nicht lange ein reines Fußballthema. Auch in der Politik sorgte die Tatsache, dass ausgerechnet ein amerikanischer Konzern Adidas aus Herzogenaurach ablösen würde, für Kritik, unter anderem von Wirtschaftsminister Robert Habeck und Gesundheitsminister Karl Lauterbach.

Der DFB erklärte seine Entscheidung damit, dass das Nike-Angebot in einem transparenten und diskriminierungsfreien Vergabeverfahren, das wirtschaftlich beste gewesen sei. Und nein, das Ende dieser Partnerschaft bedeutet nicht, dass das Unternehmen aus dem internationalen Fußball verschwindet. Vom Wechsel werden Sie auf den Trikots bis Ende 2026 auf jeden Fall nichts sehen.