(ak) Der FSV VfB Straubing bleibt auf eigenem Platz eine Macht: Mit einem 3:1 gegen den FC Dingolfing II feierte die Mannschaft von Trainer Franz Koller am Freitagabend ihren siebten Heimsieg der Saison. Maximilian Hupfloher brachte die Straubinger in Führung, ehe Florian Mühlbauer für die Gäste ausglich. Nach der Pause machte Max Plendl mit einem Doppelpack den Unterschied.

Beide Mannschaften mussten verletzungsbedingt auf zahlreiche Spieler verzichten. Dennoch entwickelte sich eine unterhaltsame Bezirksligapartie, in der vor allem die junge Dingolfinger Mannschaft mit Laufstärke, Ballsicherheit und variablem Angriffsspiel überzeugte.

Die erste gute Gelegenheit gehörte allerdings den Gastgebern. Kapitän Felix Jobst schickte Simon Hack mit einem Pass in die Tiefe, doch dessen Schuss aus rund 15 Metern parierte Dingolfings Torwart Franz Gruber stark. Wenig später verfehlte Hack mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze das Tor nur knapp.

Hupfloher trifft – Dingolfing antwortet schnell

Nach einer Ecke von Imran Krasniqi kam erneut Hack zum Abschluss. Gruber konnte den Ball nur nach vorne abwehren, wo Maximilian Hupfloher goldrichtig stand und zum 1:0 abstaubte. Bemerkenswert: Hupfloher war selbst angeschlagen, stellte sich aber trotz seiner Verletzung in den Dienst der Mannschaft.

Die Führung hielt allerdings nur gut fünf Minuten. Tobias Kurz brachte einen Freistoß vom linken Strafraumeck vor das Straubinger Tor. Florian Mühlbauer kam am Fünfmeterraum unbedrängt zum Kopfball und erzielte den Ausgleich.

Danach übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle. Franz Berleb und Rick Spanner konnten ihre Chancen nicht nutzen. Kurz vor der Pause scheiterte Andreas Bauer aus kurzer Distanz am stark reagierenden Straubinger Torwart Kaan Gülcü. So ging es mit einem 1:1 in die Kabinen.

Plendl entscheidet die Partie mit zwei Treffern

Die zweite Halbzeit begann für Straubing nahezu perfekt. Noch keine drei Minuten waren gespielt, als Krasniqi von der Strafraumgrenze abzog. Gruber lenkte den Ball zur Seite, doch Felix Jobst setzte energisch nach und flankte von der Grundlinie präzise auf Max Plendl. Der Angreifer nahm den Ball aus der Drehung volley und traf zum 2:1.

Nur knapp zehn Minuten später schlug Plendl erneut zu. Simon Hack setzte sich auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durch und legte den Ball zurück. Plendl behauptete sich gegen seinen Gegenspieler und hämmerte die Kugel aus kurzer Entfernung zum 3:1 ins Netz.

Dingolfing gab sich auch danach nicht geschlagen und bemühte sich bis zum Schlusspfiff um den Anschlusstreffer. Die Straubinger Defensive ließ jedoch nichts mehr anbrennen. Kurz vor Spielende wurde Plendl nach Darstellung der Gastgeber im Strafraum zu Fall gebracht, ein Elfmeterpfiff blieb allerdings aus.

Koller: „Viel Herzblut auf dem Platz gelassen“

FSV VfB-Trainer Franz Koller zeigte sich nach dem Erfolg erleichtert. „Dingolfing war der erwartet schwere Gegner“, sagte er. Die Gäste hätten sich laufstark, spielstark und variantenreich präsentiert.

Seine Mannschaft sei letztlich die effektivere und abgeklärtere gewesen und habe auch ihre körperlichen Vorteile genutzt. „Der Sieg mag etwas glücklich für uns gewesen sein, aber wir hatten ja auch mit enormen Verletzungssorgen zu kämpfen und haben uns den Erfolg dann auch irgendwo verdient.“

Besonders lobte Koller die Einstellung seiner Spieler: „Einsatzwille und Engagement waren vorbildlich – meine Mannschaft hat heute viel Herzblut auf dem Platz gelassen!“

Mit dem siebten Heimsieg unterstreicht der FSV VfB Straubing seine Stärke vor eigenem Publikum. Schiedsrichter Tobias Kessner leitete die Begegnung ohne größere Probleme.