(ra) Was und wie Kinder und Jugendliche essen, spielt eine große Rolle für Gesundheit, Wohlbefinden und die Entwicklung ihres Ernährungsverhaltens. Aber die „Konkurrenz“ ist groß, denn viele Schüler entscheiden sich wieder und wieder für ein Mittagessen, das im eigentlichen Sinne keines ist und ziehen Süßigkeiten und Fastfood dem Essen in der Schulmensa vor.
Dass das nicht sein muss, zeigen viele positive Beispiele von Schulen, die es geschafft haben, ein Angebot zu entwickeln, das die jungen Tischgäste überzeugt.

„Wenn es ihnen schmeckt, dann sind Schüler*innen durchaus bereit, gesund und nachhaltig zu essen“, so Angela Dreier vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Abensberg-Landshut, wo die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Niederbayern angesiedelt ist. Sie und ihre Kolleginnen sind Ansprechpartnerinnen für die Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung im ganzen Regierungsbezirk Niederbayern, haben in den letzten Jahren viele Schulen auf dem Weg zu einem neuen Verpflegungskonzept begleitet und beraten auch Kitas, Senioreneinrichtungen oder Verantwortliche in der Betriebsgastronomie.
Da Umstellungen des Speiseplans auch ökonomisch durchdacht sein müssen und neben den jungen Essensgästen auch deren Eltern überzeugt werden wollen, holen die „Coaches“ der Vernetzungsstelle alle Beteiligten an einen Tisch: Schulleiter, Verpflegungsbeauftragte, Küchenleiter oder Speisenanbieter, Schülervertreter, Lehrer, Sachaufwandsträger und Elternvertreter werden einbezogen, wenn es darum geht, passgenaue Lösungen für ein ganzheitliches Verpflegungskonzept zu entwickeln. In bis zu fünf Vor-Ort-Terminen wird ermittelt, was sich optimieren lässt. Dabei werden alle Bereiche unter die Lupe genommen, vom Speiseplan über die Prozesse in der Küche bis hin zur Atmosphäre im Speiseraum.
Verpflegungsverantwortliche erhalten in zusätzlichen Gruppenveranstaltungen fachliche Impulse für eine gesundheitsförderliche und nachhaltige Verpflegung und profitieren auch vom Erfahrungsaustausch mit anderen Einrichtungen. Die Teilnahme an den Coaching-Angeboten wird vom Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus finanziert und ist somit für alle Einrichtungen und Betriebe kostenfrei – auch dann, wenn sie mit Essen beliefert werden und nicht selbst kochen.
Die Bewerbungsphase für den Start im September läuft ab sofort bis 30. Juni. Eine unverbindliche Informationsveranstaltung findet online am 21. April von 15 bis 16:30 Uhr statt (weitere Informationen zu den Angeboten unter www.aelf-al.bayern.de/ernaehrung/gv).
