(ra) Erschöpfung, die selbst nach Schlaf und Ruhe nicht verschwindet: Viele Krebspatient*innen leiden nach einer Therapie unter dem sogenannten Fatigue-Syndrom. Genau diesem Thema widmet sich ein neues Seminar am Klinikum Straubing. Ziel ist es, Betroffenen Wege zu zeigen, wie sie ihre Lebensqualität im Alltag wieder verbessern können.

Klinikum Straubing startet dazu eine neue Seminarreihe im Patienteninformationszentrum. Der Kurs beginnt am Mittwoch, 1. April, um 12 Uhr und umfasst insgesamt sechs Module mit jeweils neunzig Minuten Dauer.

Wenn Erschöpfung zum Dauerzustand wird

Fatigue beschreibt eine besondere Form der Erschöpfung, die unabhängig von körperlicher Aktivität auftritt. Selbst ausreichend Ruhe oder Schlaf bringen oft keine spürbare Besserung.

Die Beschwerden betreffen nicht nur den Körper. Viele Betroffene berichten auch über Konzentrationsprobleme, eingeschränkte Merkfähigkeit, Antriebslosigkeit oder Niedergeschlagenheit. Das Syndrom kann während der Krebstherapie entstehen und auch lange nach deren Abschluss bestehen bleiben.

Strategien für den Alltag

Das Seminar richtet sich vor allem an Menschen, die ihre Krebstherapie bereits abgeschlossen haben und weiterhin unter diesen Einschränkungen leiden.

Neben medizinischen Hintergründen zur Entstehung und zu den verschiedenen Erscheinungsformen der Fatigue vermitteln die Module auch praktische Strategien für den Alltag. Dazu gehören zum Beispiel Zeit- und Energiemanagement, ein bewusster Umgang mit Gefühlen sowie Methoden, um positive Genussmomente stärker wahrzunehmen.