(ra) Mehr Geld für ein wichtiges Wohnprojekt: Der Bezirk Niederbayern erhöht die Förderung für ein Wohnheim der Lebenshilfe in Landau an der Isar. Hintergrund sind gestiegene Baukosten, die inzwischen zu höheren förderfähigen Gesamtausgaben führen. Der Sozialausschuss hat dem nun zugestimmt.

Bezirk Niederbayern hat damit grünes Licht für eine angepasste Förderung gegeben. In seiner Sitzung am Donnerstag stimmte der Sozialausschuss einer Erhöhung des Zuschusses für das geplante Wohnheim der Lebenshilfe Landshut in Landau an der Isar zu.

Baukosten steigen – Förderung wächst

Bereits vor zwei Jahren hatte der Sozialausschuss Raumprogramm sowie Kosten- und Finanzierungsplan für das Projekt genehmigt. Damals wurden förderfähige Kosten von rund 4,16 Millionen Euro anerkannt. Der Bezirk beteiligt sich grundsätzlich mit zehn Prozent an den förderfähigen Gesamtkosten.

Inzwischen haben sich die Rahmenbedingungen verändert. Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr passt regelmäßig die Kostenobergrenzen für Bauprojekte an. Zum 1. Februar wurden diese erneut erhöht, um den gestiegenen Baukosten Rechnung zu tragen.

Modernes Wohnheim für Menschen mit Behinderung

Das Projekt umfasst die Generalsanierung eines bestehenden Gebäudes sowie einen zusätzlichen Neubau. Im sanierten Bestandsgebäude entstehen zwölf Einzelzimmer, darunter vier rollstuhlgerechte Zimmer. Alle Zimmer erhalten eigene barrierefreie Nasszellen mit Dusche, WC und Waschbecken.

Auch der Wohn- und Essbereich wird erweitert und erhält einen barrierefreien Zugang zu den Außenanlagen. Zusätzlich sind energetische Verbesserungen sowie Maßnahmen beim Brandschutz, bei der Elektroinstallation und beim Schallschutz geplant.

Ergänzungsbau schafft weitere Plätze

Ein zweigeschossiger Ergänzungsbau soll sechs weitere Einzelzimmer schaffen. Zwei davon werden ebenfalls rollstuhlgerecht ausgestattet. Hinzu kommen zusätzliche Räume für Personal und verschiedene Funktionsbereiche.

Durch die Anpassung der Kosten erhöht sich nun auch der Zuschuss des Bezirks. Die Förderung steigt um 20.260 Euro auf insgesamt 463.780 Euro. Grundlage sind förderfähige Gesamtkosten von rund 4,64 Millionen Euro. Damit rückt die Umsetzung des Projekts für Menschen mit geistiger Behinderung in Landau ein weiteres Stück näher – und die Frage bleibt, wie viele ähnliche Projekte in den kommenden Jahren noch folgen werden.