(pol) Hilfsbereitschaft ist von Betrügern auf der B20 bei Oberschneiding schamlos ausgenutzt worden. Eine 49-jährige Autofahrerin wollte vermeintlich gestrandeten Reisenden helfen und verlor dabei 450 Euro. Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und bittet um Zeugenhinweise.
Der Vorfall ereignete sich am Dienstag gegen 20 Uhr. Die Frau bemerkte auf Höhe Oberschneiding einen Jugendlichen, der neben einem Audi mit ausländischen Kennzeichen in einer Parkbucht stand und um Hilfe winkte. Als die 49-Jährige anhielt, erklärte der Jugendliche, dass der Tank des Fahrzeugs leer sei.
Nach Angaben der Polizei gab der junge Mann außerdem an, lediglich Rubel bei sich zu haben, mit denen an einer Tankstelle nicht bezahlt werden könne. Auf seinen Vorschlag hin fuhren beide Fahrzeuge zu einer Bank nach Oberschneiding. Dort hob die Frau zunächst 150 Euro ab und tauschte diese gegen angeblich gleichwertige Rubelscheine.
Anschließend schilderte der Jugendliche, seine Mutter sei schwer krank und er müsse dringend zu ihr fahren. Die 49-Jährige ließ sich erneut überreden und tauschte weitere 300 Euro gegen die ausländische Währung. Der Jugendliche erklärte, die insgesamt 1.500 Belarus-Rubel entsprächen dem aktuellen Gegenwert von 450 Euro.
Erst später stellte die Frau fest, dass es sich bei den erhaltenen Geldscheinen um alte und nicht mehr gültige Rubel handelte.
Die Polizeiinspektion Straubing hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt vor dieser Betrugsmasche. Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon 09421/868-0 zu melden.
