(djd). Häufiger Harndrang, Druck im Unterbauch, Schmerzen beim Wasserlassen – Harnwegsbeschwerden treffen viele Menschen mindestens einmal im Leben. Laut deutscher Behandlungsleitlinie liegt die Häufigkeit bei Erwachsenen bei 5,8 Prozent innerhalb eines Jahres. Frauen sind mit 9,2 Prozent deutlich häufiger betroffen als Männer mit 2,5 Prozent.

Ein Unterschied, der anatomische Ursachen hat, denn aufgrund der vergleichsweise kurzen weiblichen Harnröhre gelangen Bakterien leichter in Blase und Harnleiter. Bei 20 bis 50 Prozent der Betroffenen kommt es zu einem weiteren oder mehrmals jährlich wiederkehrenden (rezidivierenden) Harnwegsinfekt.
Keime ausschwemmen
Blase und Nieren leisten täglich enorme Arbeit. Sie filtern Schadstoffe aus dem Blut, regulieren den Flüssigkeitshaushalt und sorgen dafür, dass Stoffwechselprodukte ausgeschieden werden. Gerät dieses fein abgestimmte System aus dem Gleichgewicht, macht sich das schnell bemerkbar. Umso wichtiger ist es, frühe Warnzeichen ernst zu nehmen und rechtzeitig gegenzusteuern. Eine zentrale Rolle spielt dabei ausreichendes Trinken. Flüssigkeit unterstützt die natürliche Durchspülung der Harnwege und kann helfen, Keime auszuschwemmen.
Ergänzend können Arzneitees aus der Apotheke, etwa Sidroga Blasen-Nieren-Spültee oder Blasentee plus mit Bärentraubenblättern, bei leichten Beschwerden eingesetzt werden. Sie können ebenfalls helfen, Ablagerungen wie Nierengrieß vorzubeugen. Die enthaltenen Heilpflanzen wie Orthosiphon- und Birkenblätter sowie Goldrutenkraut fördern die Harnausscheidung; Bärentraubenblättern wird zudem eine leicht antibakterielle Wirkung zugeschrieben.
Weitere Informationen und Tipps im Bereich Blase und Niere finden sich etwa unter www.sidroga.de/anwendung/blase-niere. Neben ausreichendem Trinken können eine Wärmflasche oder ein warmes Sitzbad die Blase entspannen und Schmerzen lindern.
Vorbeugen ist besser als behandeln
Um Problemen möglichst schon vorzubeugen, zählt auch die richtige Hygiene: beim Toilettengang immer von vorn nach hinten wischen, um eine Bakterienübertragung zu vermeiden, und zur Reinigung nur milde, pH-neutrale Mittel verwenden. Mit Blick auf die warme Jahreszeit gilt außerdem, feuchte Badesachen möglichst sofort zu wechseln und sich nicht mit dünner Kleidung auf kalte Untergründe wie Steine zu setzen, denn kühlt der Unterleib aus, kann dies das Immunsystem schwächen und Infektionen begünstigen.
