(jh) Ein schwerer Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang hat sich am Nachmittag auf einer Staatsstraße bei Bogen ereignet. Ein Autofahrer (39) kam dabei ums Leben, ein Lastwagenfahrer (66) wurde schwer verletzt. Die Straße bleibt bis in den späten Abend gesperrt.

Die Zugmasche brannte komplett aus. Auch der Aufleger wurde durch das Feuer total zerstört – Foto: Haas

Gegen 14.20 Uhr kam es auf der Staatsstraße im Bereich Bogen zu einem schweren Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Sattelzug. Nach ersten Informationen der Polizei war der mit Schlachtabfällen beladene Lastwagen in Richtung Straubing unterwegs, als ihm auf seiner Fahrbahnseite ein Pkw entgegenkam.

Beide Fahrzeuge prallten mit großer Wucht zusammen. Der Pkw wurde durch die Kollision um etwa 180 Grad gedreht, der Motorblock aus dem Fahrzeug gerissen und lag zusammen mit weiteren Trümmerteilen auf der Fahrbahn. Für den 39-jährigen Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Er starb noch an der Unfallstelle. Wieso der Fahrer auf die Gegenfahrbahn kam, ist unklar.

Durch den Frontalzusammenstoß wurde der Motorblock und weitere Teile aus der Frontpartie des Wagens herausgerissen. Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät. – Foto: Haas

Der Sattelzug geriet nach dem Zusammenstoß auf die Gegenfahrbahn und stürzte teilweise auf die Leitplanke. Die Zugmaschine fing sofort Feuer. Der 66-jährige Fahrer konnte sich schwer verletzt selbst aus dem Fahrzeug befreien. Der Rettungsdienst brachte ihn in ein Krankenhaus.

Mehrere Feuerwehren rückten zur Unfallstelle aus. Die Einsatzkräfte mussten den Autofahrer aus dem Fahrzeug befreien und zeitgleich das Feuer am Sattelzugs löschen. Die Zugmaschine brannte komplett aus. Das Feuer breitete sich auf den Aufleger aus und verursachte einen erheblichen Schaden.

Fahrzeugteile waren in einem weiten Umkreis verteilt. – Foto: Haas

Der Sattelzug war mit Schlachtabfällen beladen. Einsatzkräfte des THW entluden den Aufleger und unterstützten bei der Bergung des Fahrzeugs. Nachdem größere Mengen Kraftstoff und Öl ausgelaufen sind, mussten auch noch Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes sowie des Wasserschifffahrtsamtes geholt werden. Aufgrund des Löschwassers muss vor Ort ein Bodenaustausch stattfinden.

Für den neben der Unfallstelle verlaufenden Bogener Altarm der Donau bestand keine Gefahr. Dies wurde durch Mitarbeiter der Behörden überprüft. Die Staatsstraße bleibt wegen der Bergungsarbeiten und der Unfallaufnahme bis in den späten Abend gesperrt. Die Sperrung erfolgt von Straubing kommend an der Stadtzufahrt Deggendorfer Straße sowie von Niederwinkling kommend auf Höhe der Kläranlage.

Der Lkw kippte um und stürzte auf die Leitplanke. – Foto: Haas

Am Pkw entstand Totalschaden. Die Schadenssumme beläuft sich laut Polizeiangaben auf insgesamt rund 160.000 Euro.

Zur Klärung des Unfallhergangs ordnete die Staatsanwaltschat die Hinzuziehung eines Gutachters an. Außerdem wurde durch die Polizei eine Drohne zur Fertigung von Übersichtaufnahmen eingesetzt.

Update:
Die Staatsstraße ist derzeit immer noch komplett gesperrt, da sich die Bergung des beteiligten Lkw sehr schwierig gestaltet.

Die Sattelzugmaschine war mit dem Auflieger total verkeilt und verschmort. Das Führerhaus brannte durch den Unfall aus, konnte inzwischen aber geborgen werden. Der Sattelzugauflieger hatte Schlachtabfälle geladen, die inzwischen auch weitgehendst umgeladen werden konnten. Durch den Unfall war das komplette Gespann so instabil, dass es nicht zusammenhängend geborgen werden konnte.

Ob die Fahrbahn dann freigegeben werden kann, ist momentan noch nicht vorhersehbar. Es ist derzeit nicht abschätzbar ist, wie groß die Schäden am Fahrbahnbelag sind.