16-Jähriger erfindet Raubüberfall – Blühende Phantasie
(pol) Ein Raubüberfall, der keiner war. Die Behauptung eines 16-Jährigen, er sei am frühen Montagabend in Gottfriedingerschwaige (Landkreis Dingolfing-Landau) überfallen worden, hat sich lediglich in der Phantasie des Jugendlichen abgespielt. Jetzt erwarten ihn Ermittlungen wegen Vortäuschens einer Straftat.
Seine Mutter hatte noch am Montagabend bei der Polizei in Dingolfing eine Anzeige erstattet. Beim Überfall, so hatte es ihr Sohn angegeben, habe der Täter versucht ihn mit einem Gegenstand zu verletzen und sein Handy zu rauben. Detailliert formulierte der Jugendliche den Vorgang bei der Polizei:
Etwa gegen 19 Uhr sei er mit seinem Fahrrad im Schwalbenweg unterwegs gewesen. Plötzlich habe unbekannter, schwarz bekleideter Mann mit Sturmhaube, gegen das Hinterrad getreten, wodurch der 16-Jährige gestürzt sei. Anschließend habe der Unbekannte versucht, ihn mit einem spitzen Gegenstand zu stechen und ihm das Handy zu entreißen. Der etwa 185 Zentimeter große Täter sei anschließend zu Fuß über die Felder in Richtung Autobahn A 92 geflüchtet.
Die Polizei hatte daraufhin noch am Abend entsprechende Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Die Landshuter Kripo übernahm den Fall. Sehr viel unnötiger Aufwand, wie sich inzwischen herausstellte. Denn im Zuge einer nachträglichen Vernehmung räumte der Jugendliche am Dienstagnachmittag ein, den Überfall erfunden zu haben. Weshalb er den Raubüberfall vortäuschte, ist nach Polizeiangaben nicht bekannt. Ungeschoren dürfte er aber nicht davon kommen.
