(ms) Die Roten Raben haben das letzte Punktspiel der Bundesliga-Saison 2017/18 beim SC Potsdam mit 1:3 (25:15, 18:25, 19:25, 15:25) verloren. Damit gehen die Schützlinge von Cheftrainer Timo Lippuner nach Abschluss der Hauptrunde als Tabellenachter in die Playoffs, wo sie im Viertelfinale auf den Erstplatzierten Allianz MTV Stuttgart treffen. Spiel 1 der Best-of-three-Serie findet am kommenden Samstag, 17. März in der Schwaben-Metropole statt, Spiel 2 dann am Samstag, 24. März in Vilsbiburg. Sollte ein drittes Match erforderlich werden, fällt die Entscheidung am Mittwoch, 28. März wiederum in Stuttgart.
Vor 1.477 Zuschauern in der Potsdamer MBS-Arena präsentierten sich die Roten Raben, die auf Marlies Wagendorp (Knieverletzung) und Mira Heimrich (Grippe) verzichten mussten, zu Beginn hochkonzentriert. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (7:7) nahmen sie mit fortlaufender Dauer des 1. Satzes immer mehr Fahrt auf und setzten sich über 19:12 mit 25:15 durch. Laura Künzler, die nach dem Match zur Sports&Travel-MVP gewählt wurde, beendete diesen Satz auf eine zu diesem Zeitpunkt symptomatische Weise, als sie nach einem langen Ballwechsel mit einem trockenen Angriffsschlag kurzen Prozess mit den Gastgeberinnen machte.
[the_ad id=“20873″]
Diesen gelang es jedoch, ihren Fehlstart zu korrigieren. Im 2. Durchgang war der SCP bald Herr im eigenen Haus (12:6), brachte nun seine Top-Scorerin Marta Drpa (insgesamt 18 Punkte) besser ins Spiel und glich mit 25:18 zum 1:1 aus.
Satz Nr. 3 besaß vorentscheidenden Charakter. Die Führung wechselte mehrfach, noch bei der zweiten technischen Auszeit lagen die Raben mit 16:14 vorne. Was folgte, war ein Neun-Punkte-Lauf der Potsdamerinnen, der von Vilsbiburger Seite auch mit zwei Auszeiten und mehreren Wechseln nicht zu stoppen war. Am Ende machte der SCP aus dem 23:16 ein 25:19 und ging mit 2:1-Sätzen in Führung.
[the_ad id=“11792″]
Die Gäste fanden keinen Weg mehr zurück ins Spiel. Über 5:8 und 8:16 mussten die Damen um Kapitän Lena Stigrot, mit 16 Zählern erfolgreichste Punktesammlerin ihres Teams, den 4. Satz mit 15:25 und das Match mit 1:3 abgeben. Timo Lippuner zeigte sich ernüchtert: „Wir hatten heute zu wenig Power und Energie, Potsdam dagegen hintenraus mehr Biss. Der Sieg des Gegners geht in Ordnung, von unserer Seite war das unter dem Strich zu wenig.“
