(ra) Ein Novum im Ferienprogramm der Gemeinde Sankt Englmar war das Angebot, sich zum BRK-Juniorhelfer ausbilden lassen zu können. Bürgermeister Andi Aichinger, der auch Erste-Hilfe-Ausbilder beim BRK Straubing-Bogen ist, hatte dazu auf den Waldwifpelweg geladen. Bei dessen Betreiber, Gemeinderatsmitglied Martin Six kam dieser Gedanke gleich so gut an, dass er nicht nur die Räumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung stellte, sondern auch ein Mittagessen mit Getränken spendierte und den Aufenthalt über die Ausbildungszeit hinaus ermöglichte.

Zehn Kinder nahmen die Herausforderung an und ließen sich am vergangenen Mittwoch ganztägig zu sogenannten „Helden“ fortbilden. „H“ilfe holen und einen Notruf richtig absetzen stand genau so auf dem Stundenplan wie die Bedeutung des „E“rmutigens und Tröstens von verunfallten Personen. „L“ebenswichtige Funktionen zu prüfen, wurde ebenfalls eingehend behandelt. Sogar die mit neun Jahren jüngsten Teilnehmerinnen schafften es, ihren mehr als doppelt so schweren Bürgermeister richtig in die stabile Seitenlage zu bringen.
Auch die Rettungs“D“ecke wurde hinsichtlich des so wichtigen Wärmeerhalts ausgiebig genutzt und ausprobiert. Vom Fingerkuppenpflaster bis hin zum Druckverband wurde der richtigen Wundversorgung der nötige Platz eingeräumt. Mit viel Eifer und Disziplin bearbeitete der Englmarer Nachwuchs die Aufgaben in den insgesamt 360 Minuten Lernzeit, und das in den Ferien. Trotz der Parallelen zum Schulalltag waren die Kinder am Ende begeistert und sichtlich stolz, als sie ihre verdienten Urkunden in den Händen hielten.
Andreas Aichinger beglückwünschte die Teilnehmer zu ihrem Erfolg. Er merkte an, dass diese sich mit Fug und Recht fortan als „Helden“ bezeichnen dürften. Er verlieh außerdem seiner Hoffnung Ausdruck, den ein oder anderen Teilnehmer für einen Schulsanitätsdienst oder die örtlichen Blaulichtorganisationen Bergwacht und Feuerwehr begeistert zu haben. Familie Six dankte er für ihr gesellschaftliches Engagement und auch seinem ganzen Gemeinderat für die Bereitschaft, im Bergdorf wieder ein ausgewogenes Ferienprogramm, in dem Spaß und Sinnvolles gleichermaßen verankert sind, anbieten zu wollen.
