(ra) Glühendes Eisen, schwere Hämmer und echtes Handwerk zum Anfassen: Im Freilichtmuseum Massing wird Geschichte lebendig. Wenn Gustav Goldschmidt den Hammer hebt, wird schnell klar, warum das Schmiedehandwerk bis heute fasziniert. Der Kunstschmied aus Prienbach bei Stubenberg arbeitet in der „Schmiede Prienbach“ und gibt sein Wissen seit Jahren auch als Kursleiter weiter.

Gustav Goldschmidt

Gustav Goldschmidt ist am Sonntag, 12. April im Freilichtmuseum Massing zu Gast. Im Heilmeierhof zeigt er das traditionelle Schmieden – live und hautnah. Der Termin ist Teil des bayernweiten „Tags der Bayerischen Freilichtmuseen“, der in diesem Jahr unter dem Motto „Was nachher hält“ steht. Auch darüber hinaus wird ein umfangreiches Programm auf dem Museumsgelände geboten.

Der Beruf des Schmieds war früher aus keinem Ort wegzudenken. Als Handwerker und Gestalter prägte er das tägliche Leben entscheidend mit. Im offenen Feuer formte er Eisen zu Werkzeugen, landwirtschaftlichen Geräten, Hufeisen oder Beschlägen – und bei Bedarf auch zu Waffen. Seine Arbeit galt als unverzichtbar, zugleich haftete ihr stets etwas Geheimnisvolles an.

Diese besondere Mischung macht die Vorführung in Massing so reizvoll. Wenn das Eisen glüht und unter kräftigen Hammerschlägen Form annimmt, wird ein Stück Geschichte unmittelbar erlebbar. Besucher können das alte Handwerk nicht nur beobachten, sondern in seiner ganzen Intensität erfahren – ein Erlebnis für Erwachsene ebenso wie für Kinder.

Weitere Informationen gibt es unter www.freilichtmuseum.de. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.