Was kostet ein Haus aus Holz?
(ra). Nachhaltigkeit und Umweltschutz spielen auch beim Hausbau eine immer größere Rolle. Wer gleichzeitig noch etwas für das eigene Wohlbefinden tun möchte, könnte sich beim Hausbau für ein Haus aus Holz entscheiden – also ein Holzhaus. Hier kann es jedoch große Unterschiede geben, die sich auch im Preis widerspiegeln.

Nachhaltig gärtnern ist schon länger im Trend. Und auch beim Thema Hausbau tut sich seit Jahren einiges. Mittlerweile gibt es viele Fertighausanbieter, die auf energiesparendes und nachhaltiges Bauen setzen. Das geht zum Beispiel indem man Holzhäuser baut, bei denen der Rohstoff aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern der Umgebung stammt. Gleichzeitig überzeugt das Bauen mit Holz durch die Schaffung eines wohltuenden Raumklimas. Doch bei all den Vorteilen sollten die Kosten für das neue Eigenheim nicht außer Acht gelassen werden.
So können sich Holzhäuser voneinander unterscheiden
Holzhaus ist nicht gleich Holzhaus, hier kann es große Unterschiede geben. Wünscht man sich die Art von Haus wie man sie aus vielen Wildwest-Filmen kennt, sollte man sich für ein Original-Blockhaus entscheiden. Dieses wird aus ganzen Stämmen aufgebaut, welche an den Enden passgenau ausgeschnitten und perfekt aufeinander angepasst werden. So entstehen Unikate, für die viel Handarbeit erforderlich ist. Wesentlich einfacher ist der Bau eines Blockbohlenhauses. Bei diesem bestehen die Hauswände aus vorgefertigten, passend zugeschnittenen quadratischen oder runden Bohlen. Diese müssen nur noch aufeinandergesetzt und befestigt werden. Die dritte Gruppe fasst alle übrigen Hausformen zusammen, darunter auch das Schwedenhaus.
Blockhäuser aufgrund des hohen Aufwands zu den teuersten Varianten. Preise beginnen ab 2.500 Euro oder mehr pro Quadratmeter. Dank maschineller Vorfertigung können Blockbohlenhäuser bereits ab rund 2.200 Euro pro Quadratmeter gebaut werden. Schwedenhäuser sind preislich etwa auf dem Niveau normaler Fertighäuser angesiedelt.

Diese Kostenfaktoren gibt es beim Holzhaus
Die Gesamtkosten beim Hausbau setzen sich aus mehreren Teilkosten zusammen. Neben der Region, in welcher man baut, entscheiden auch die individuellen Wünsche beim Hausbau, wie teuer dieser wird.
Bauweise:
Die Kosten für ein klassisches Holzhaus mit 110 Quadratmetern Wohnfläche beginnen ab 275.000 Euro. In der Blockbohlen-Variante beginnen die Kosten bei der gleichen Wohnfläche bereits ab 242.000 Euro.
Haustyp:
Ein weiterer Kostenfaktor ist der Haustyp. Wenn der Aufwand für Konstruktion und Material größer ist, steigen auch die Kosten. Am günstigsten sind ein kleines Schwedenhaus oder ein einfaches Holzhaus-Bungalow mit einem einfachen Flach- oder Satteldach.
Größe:
Ganz entscheidend für die Kosten eines Hauses aus Holz ist natürlich die Größe des zukünftigen Eigenheims. Dabei gilt, dass eine größere Wohnfläche auch höhere Baukosten verursacht. Es ist deshalb ratsam, möglichst realistisch zu kalkulieren und sich am tatsächlichen Platzbedarf zu orientieren.
Ausstattung:
Soll das Haus besonders extravagant ausgestattet werden, muss man das bei den Kosten einkalkulieren. In der heutigen Zeit stellt sich auch die Frage, ob man in smarte Haus- und Heiztechnik investieren möchte.
Keller:
Möchte man in seinem neuen Haus einen Keller haben, muss das Fundament entsprechend geplant werden. Im Vergleich zu einer normalen Bodenplatte entstehen dabei pro Quadratmeter rund 180 bis 425 Euro. Bei einer geplanten Grundfläche von 100 Quadratmetern verursacht der Kellerbau 18.000 Euro oder mehr.
Holzschutz außen
Auch wenn sie mit zusätzlichen Kosten verbunden ist, lohnt sich Investition in eine gute Isolierung und einen entsprechenden Holzschutz.