(djd). Wenn es draußen frostig und ungemütlich ist, locken drinnen deftige Braten, Eintöpfe, Kohlgerichte und andere herzhafte Klassiker der saisonalen Küche. Doch was in der kalten Jahreszeit wunderbar wärmt und schmeckt, kann sich anschließend mit einem prallen Bauch, Druck und unangenehmem Völlegefühl bemerkbar machen.
Hastiges Essen ist ungünstig

Hinter diesem oft als „Bloating“ bezeichneten Blähbauch steckt meist zu viel Luft beziehungsweise Gas im Verdauungstrakt. Ein Teil gelangt beim Essen hinein. Wer hastig isst, nebenbei viel spricht und wenig kaut, schluckt unbewusst mehr Luft. Weitere Gase entstehen, wenn Darmbakterien Nahrungsbestandteile fermentieren. Gerade schwer verdauliche, ballaststoff- oder zuckerreiche Lebensmittel wie Zwiebeln und Hülsenfrüchte können Blähungen und Völlegefühl begünstigen. Wer häufiger mit diesen Beschwerden kämpft, sollte deshalb zunächst beobachten, wann sie auftreten und welche Speisen möglicherweise dahinterstecken.
Den Bauch sanft unterstützen
Oft werden bei Verdauungsbeschwerden auch pflanzliche Helfer wie Fenchel, Kümmel oder Anis eingesetzt. Artischocke und Löwenzahn regen die körpereigene Produktion von Speichel, Magensäure und Gallensaft an, wodurch Gärungsprozessen vorgebeugt wird. Eine weitere Möglichkeit aus der Naturheilkunde sind Schüßler-Salze. Pflüger empfiehlt bei krampfartigen Beschwerden etwa das Schüßler-Salz Nr. 7 Magnesium phosphoricum. Als „Heiße 7“ werden sieben bis zehn Tabletten in heißem Wasser aufgelöst und schluckweise getrunken. Die Nr. 10 Natrium sulfuricum gilt als „Salz der Ausscheidung“ und kann zusätzlich bei inneren Reinigungsprozessen unterstützen.
Mit kleinen Gewohnheiten viel erreichen
Darüber hinaus kann jeder mit einigen Maßnahmen gegen Blähungen und Völlegefühl vorgehen, Tipps hierzu auch unter www.pflueger.de. So ist es wichtig, dass achtsam und bewusst gegessen wird. Lieber Tempo herunterfahren, kleinere Bissen nehmen und gründlich kauen. Das regt den Speichelfluss an und bereitet die Nahrung besser auf die weitere Verdauung vor. Auch Wärme kann angenehm sein: Eine Wärmflasche auf dem Bauch oder eine sanfte Massage im Uhrzeigersinn fördert die Entspannung. Und statt sich nach einem üppigen Essen direkt aufs Sofa zurückzuziehen, lohnt eine kleine Runde an der frischen Luft. Schon ein 15- bis 20-minütiger Verdauungsspaziergang bringt Bewegung in den Darm.
