(ra) In einem Bienenstand im Straubinger Stadtgebiet sind Sporen des Erregers der „Amerikanischen Faulbrut der Bienen“ (AFB) in Futterproben nachgewiesen worden. Bei den betroffenen Bienenvölkern konnten allerdings bisher keine „klinischen Erscheinungen“ der Bienenkrankheit festgestellt werden.

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Um einer Ausbreitung der Bienenseuche rasch entgegenzuwirken, wurde ein sogenanntes „Untersuchungsgebiet“ ausgewiesen. Alle in diesem Gebiet befindlichen Bienenvölker müssen unverzüglich amtstierärztlich auf die Amerikanische Faulbrut untersucht werden. Außerdem dürfen Bienenvölker und zur Imkerei verwendete Gerätschaften nicht aus dem Untersuchungsgebiet verbracht werden.

Das Untersuchungsgebiet befindet sich südlich der Bahnstrecke zwischen Straubing und Bogen. Es wird im Osten durch die B 20 und im Westen durch die Landshuter Straße begrenzt. Die genauen Grenzen sind in einer interaktiven Karte dargestellt, die auf der Internetseite der Stadt Straubing unter www.straubing.de abrufbar ist.

Meldepflicht für Bienenhalterinnen und Bienenhalter

Alle Personen, die im Untersuchungsgebiet Bienenstände besitzen, sind dazu aufgerufen, die Anzahl ihrer Bienenvölker und den Standort der Bienenstände dem Amt für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Stadt Straubing zu melden.

Amt für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Stadt Straubing
Bernauergasse 3
94315 Straubing
Telefon: 09421 / 944-62210
E-Mail: veterinaeramt@straubing.de

Die Stadt Straubing bittet alle Imker*innen um Beachtung der Anordnungen und um Unterstützung bei der Durchführung der amtlichen Untersuchungen.

Amerikanische Faulbrut

Die Amerikanische Faulbrut ist eine anzeigepflichtige Bienenseuche. Sie wird durch Bakterien verursacht und befällt ausschließlich die Brut von Honigbienen. Die Krankheit kann sich innerhalb eines Bienenvolkes ausbreiten und auf weitere Völker übertragen werden. Die widerstandsfähigen Sporen des Erregers können unter anderem in Honig, Waben und Imkereimaterial längere Zeit überleben.

Für Menschen ist die Amerikanische Faulbrut nicht gefährlich und der Kontakt mit Bienen sowie der Verzehr von Honig und Honigprodukten sind absolut unbedenklich. Für Bienenvölker kann die Tierseuche jedoch erhebliche Folgen haben. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sind die angeordneten Untersuchungen und Schutzmaßnahmen unbedingt einzuhalten. Grundsätzlich sollten Honiggläser zudem nicht ungespült in Glascontainern entsorgt werden, da sich in den Honigresten Sporen des Erregers befinden können und sich Bienen daran anstecken können.