(ra) Gesundes Frühstück statt leerer Brotbox: Mehr als 2.500 Erstklässler in Stadt und Landkreis Landshut dürfen sich seit Donnerstag über eine Brotzeit mit regionalen Bio-Lebensmitteln freuen. Die Öko-Modellregion Landshut organisierte auch in diesem Jahr die Bio-Brotbox-Aktion, um Kindern bereits zum Schulbeginn gesunde Ernährung und die Herkunft ihrer Lebensmittel näherzubringen. Die Verteilung erfolgte in dieser Woche.

2 500 Erstklässler aus der Region Landshut durften sich über eine reichhaltige Bio-Brotbox freuen. Im Landkreis Landshut überreichte Landrat Alfred Holzner in Rottenburg gemeinsam mit Rottenburgs Bürgermeister Lauri Seidl die reich gefüllten Boxen. – Foto: Landratsamt Landshut

45 Helfer packen gemeinsam an

Ende Oktober verwandelte sich das Gemeindezentrum Kumhausen in eine große Packstation. Insgesamt 45 Helferinnen und Helfer füllten die Brotboxen, darunter knapp 30 Auszubildende der Sparkasse Landshut. Das Geldinstitut übernahm auch die Finanzierung der Aktion. Als Schirmherren unterstützten Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger und Landrat Alfred Holzner das Projekt.

Die Organisation lag bei Veronika Stanglmayr von der Öko-Modellregion Landshut, Kathy Mühlebach-Sturm von der BUND-Naturschutz-Kreisgruppe Landshut sowie der ehemaligen Landtagsabgeordneten Rosi Steinberger. Gemeinsam mit regionalen Erzeugern und freiwilligen Helfern bereiteten sie die Brotboxen für sämtliche Schulanfänger in Stadt und Landkreis vor.

Regionale Lebensmittel für die Frühstückspause

In jeder Box steckten ausschließlich Produkte heimischer Direktvermarkter: Brot von der Bäckerei Höhenberg, Frischkäse aus der Käserei Johannesbrunn, eine Karotte vom Biohof Biberger und ein Joghurt-Quetschie von Oberhofer Milch & mehr. Zusätzlich erhielt jede Schulklasse einen Eimer mit Apfelringen vom Winklhof zum gemeinsamen Naschen.

Die Aktion soll nicht nur Appetit auf eine gesunde Brotzeit machen, sondern auch zeigen, welche Lebensmittel direkt in der Region erzeugt werden. Gleichzeitig möchte die Öko-Modellregion die heimischen landwirtschaftlichen Betriebe und deren Direktvermarktung stärken.

Begleitend erhielten die Kinder altersgerechte Informationen über gesunde Ernährung und ökologischen Landbau. Für die Eltern gab es eine Broschüre mit regionalen Direktvermarktern und Einkaufsmöglichkeiten. So sollen die Anregungen aus der Schule auch im Familienalltag aufgegriffen werden.

Persönliche Übergabe an die Erstklässler

In dieser Woche erreichten die gefüllten Brotboxen die Schulen. Landrat Alfred Holzner überreichte sie gemeinsam mit Bürgermeister Lauri Seidl an die Erstklässler der Grundschule Rottenburg.

In der Stadt Landshut übernahm die zweite Bürgermeisterin Patricia Steinberger die Übergabe an der neuen Grundschule Ost.

Mit der Bio-Brotbox-Aktion wollen die Organisatoren frühzeitig das Bewusstsein für ausgewogene Ernährung, regionale Wertschöpfung und nachhaltige Landwirtschaft fördern.

Die Zusammenarbeit von Erzeugern, Ehrenamtlichen und Unterstützern macht es möglich, dass sämtliche Erstklässler in Stadt und Landkreis Landshut von der Aktion profitieren.