(ra) Einen extremen Fall von „Animal hoarding“ löste das Veterinäramt Straubing-Bogen am Donnerstag im nördlichen Landkreis auf. Insgesamt wurden dort 30 Hunde und neun Katzen gerettet. Sämtliche Tiere wurden unter unbeschreiblich schlechten Haltungsbedingungen in einer Privatwohnung gehalten.
Die Hunde waren zum Teil abgemagert und dehydriert und mussten teilweise einem Tierarzt vorgestellt werden. Mittlerweile sind alle Tiere in Tierheimen tierschutzgerecht untergebracht. An der Rettungsaktion waren neben dem Veterinäramt zur Amtshilfe auch Kräfte der Polizeiinspektion Bogen und verschiedene Tierheime beteiligt. Das Tierheim Straubing federführend die Planung mit neun anderen Tierheimen übernommen hatte.
Neben der Einleitung eines Strafverfahrens wird ein Hunde- und Katzenhaltungsverbot ausgesprochen.
Animal Hoarding (Tierhortung) bezeichnet die krankhafte Sucht, eine große Anzahl von Tieren zu sammeln, ohne in der Lage zu sein, deren grundlegende Bedürfnisse wie angemessene Ernährung, Pflege, Hygiene und medizinische Versorgung zu erfüllen. Im Gegensatz zur normalen Tierliebe oder einer Sammelleidenschaft führt Animal Hoarding zu massivem Tierleid und oft auch zur Verwahrlosung des eigenen Lebensraums.
