(tn) Der Ausgleich fällt kurz vor Schluss – und kostet den Tabellenführer zwei Punkte. Dennoch bleibt die Ausgangslage im Aufstiegsrennen stabil. Der SV Türk Gücü Straubing hat am Montag im Auswärtsspiel beim ASCK Simbach am Inn erstmals im Jahr 2026 Punkte abgegeben.

Beim 1:1 tat sich die Mannschaft von Trainer Asllan Shalaj über weite Strecken schwer und musste am Ende einen späten, aber nicht unverdienten Ausgleich hinnehmen. Trotz des Remis bleibt Türk Gücü in der Rückrunde ungeschlagen und verteidigt mit drei Punkten Vorsprung die Tabellenführung in der Bezirksliga Niederbayern West.
Vor rund 150 Zuschauer*innen entwickelte sich von Beginn an eine intensive und umkämpfte Partie. Gegen diszipliniert auftretende Gastgeber fand Türk Gücü zunächst nur schwer ins Spiel. Vor allem in der ersten Halbzeit war die Begegnung ausgeglichen, klare Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Je zwei gute Möglichkeiten wurden verzeichnet, ohne dass eine Mannschaft daraus Kapital schlagen konnte.
Nach dem Seitenwechsel ging Türk Gücü in der 54. Minute in Führung – allerdings mit etwas Glück. Ein Distanzschuss von Asllan Shalaj wurde abgefälscht und landete über Umwege als Eigentor von Christoph Damböck im Netz. In der Folge kontrollierte Straubing zwar weitgehend das Spiel, ließ jedoch die nötige Durchschlagskraft vermissen, um frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen.
Mit zunehmender Spielzeit ließ die Intensität nach, auch die Kräfte schwanden. Simbach wurde mutiger, erspielte sich weitere Möglichkeiten und drängte auf den Ausgleich, der sich bereits vor der Schlussphase andeutete. In der 89. Minute fiel schließlich das 1:1: Nach einem langen Ball lief ausgerechnet Eigentorschütze Christoph Damböck allein auf das Tor zu und setzte sich im Eins-gegen-eins gegen Keeper Mario Jorz durch.
Bemerkenswert: Es war der erste Gegentreffer für Türk Gücü im Jahr 2026, nachdem die Defensive zuvor mehrfach ohne Gegentor geblieben war. Gleichzeitig zeigte die Partie, wie wichtig höchste Konzentration über die gesamte Spielzeit hinweg ist.
Ein besonderes Comeback gab es im Tor: Mario Jorz stand erstmals seit der vergangenen Saison wieder zwischen den Pfosten der ersten Mannschaft und zeigte eine solide Leistung.
Co-Trainer Betim Nikqi zeigte sich nach Abpfiff selbstkritisch: „Wir haben uns heute sehr schwer getan und nicht unser bestes Spiel gemacht. Simbach hat das gut gemacht und sich den Punkt verdient. Wir haben es versäumt, nach der Führung nachzulegen, und am Ende gemerkt, dass die Kräfte nachgelassen haben. Trotzdem bleiben wir in der Rückrunde ungeschlagen – jetzt gilt es, weiter konsequent zu arbeiten und den Blick nach vorne zu richten.“
Trotz des späten Ausgleichs bleibt die Ausgangslage positiv: Türk Gücü führt die Tabelle weiterhin mit drei Punkten Vorsprung an. Weiter geht es am kommenden Sonntag um 14 Uhr mit dem Heimspiel gegen den FC DJK Simbach.
