(ak) Einen derart einseitigen Abend hatten wohl nur wenige erwartet: Der FSV VfB Straubing hat am Freitagabend den seit sechs Spielen ungeschlagenen SC Falkenberg mit 4:0 bezwungen. Trotz zehn Ausfällen dominierte die Mannschaft von Trainer Franz Koller vor weit über 200 Zuschauern nahezu über die gesamte Spielzeit. Wie überlegen die Hausherren auftraten, zeigt eine bemerkenswerte Zahl: Falkenberg gab seinen ersten Torschuss erst nach rund 75 Minuten ab.

Dabei schienen die Vorzeichen eher für die Gäste zu sprechen. Straubing musste mit einer stark dezimierten Mannschaft antreten, während Falkenberg mit sechs Partien ohne Niederlage und entsprechend viel Selbstvertrauen anreiste.
Auf dem Platz war davon allerdings wenig zu sehen. Die Koller-Elf übernahm vom Anpfiff weg die Kontrolle, ließ Ball und Gegner laufen und erspielte sich bereits vor der Pause mehrere hochkarätige Möglichkeiten.
Nur das Tor wollte zunächst nicht fallen. Imran Krasniqi traf mit einem strammen Flachschuss lediglich den Innenpfosten. Noch mehr Pech hatte Florian Folger: Sein wuchtiger Kopfball prallte von der Unterkante der Latte auf die Torlinie und anschließend wieder ins Feld. Falkenberg war fast ausschließlich mit Defensivarbeit beschäftigt und brachte in den ersten 45 Minuten keinen einzigen Torschuss zustande.
Krasniqi bricht den Bann
Kurz nach dem Seitenwechsel belohnte sich Straubing schließlich. Krasniqi eroberte in der gegnerischen Hälfte den Ball, zog mit einem Solo in den Strafraum und schob aus halblinker Position aus rund acht Metern zum überfälligen 1:0 ins lange Eck ein. Wenig später legten die Hausherren nach. Kapitän Felix Jobst setzte sich auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durch und brachte den Ball scharf vor das Tor. Folger reagierte am schnellsten und spitzelte ihn aus kurzer Distanz zum 2:0 über die Linie.
Nach knapp 70 Minuten war die Partie endgültig entschieden. Besmir Arifaj brachte einen Freistoß vom rechten Strafraumeck in Richtung Tom Liebherr. Falkenbergs Andreas Niedermeier versuchte zu klären, köpfte den Ball dabei aber unhaltbar ins eigene Tor – 3:0. Keine zwei Minuten später folgte der nächste Treffer. Mario Cieslik legte in der Falkenberger Hälfte quer auf Arian Ramadani. Der zog noch einige Meter Richtung Tor und versenkte den Ball aus rund 18 Metern flach zum 4:0.
Erst danach tauchte Falkenberg erstmals mit einem Abschluss vor dem Straubinger Tor auf. Maximilian Ginghuber setzte den Ball nach etwa 75 Minuten aus knapp 20 Metern deutlich links vorbei.
Warum keine höhere Torzahl?
Straubing hätte das Ergebnis in der Schlussphase sogar noch weiter ausbauen können. Falkenbergs Torhüter Jakob Frischhut verhinderte mit mehreren Paraden eine noch deutlichere Niederlage.
Trainer Franz Koller sah damit genau die Reaktion, die er nach dem enttäuschenden 1:3 in Simbach gefordert hatte: „Wir haben heute die richtige Antwort auf die Leistung in Simbach gegeben.“ Er sprach von einem „hochverdienten Heimsieg“ und sogar von „90 Minuten Einbahnstraßenfußball“. Bei besserer Chancenverwertung hätte das Ergebnis nach seiner Einschätzung noch höher ausfallen können. Besonders hob Koller die Leistung angesichts der zahlreichen Ausfälle hervor.
Am Sonntag, 20. September um 16 Uhr wartet die nächste Aufgabe. Beim FC Teisbach nimmt der FSV VfB den nächsten Anlauf auf den ersten Auswärtssieg der Saison.
