(tn) In einem intensiv geführten Auswärtsspiel hat sich Türk Gücü Straubing am Samstag vor 270 Zuschauern ein 1:1 (0:1)-Unentschieden beim SV Grainet gesichert. Während der kampfstarke Mitaufsteiger ein deutliches Chancenplus verzeichnete, holte die Mannschaft von Spielertrainer Asllan Shalaj am Ende einen extrem glücklichen Punktgewinn, den das Trainerteam nach dem Schlusspfiff absolut realistisch einzuordnen wusste.
Von Beginn an entwickelte sich auf der Sportanlage in Grainet eine temporeiche Begegnung, in der Türk Gücü allerdings nur schwer in die Spur fand. Die TG-Elf versuchte anfangs, das Spiel aktiv zu gestalten, geriet jedoch durch eigene Fehler immer wieder in Bedrängnis und fand gegen die drückenden Hausherren zunächst keinen optimalen Zugriff.
Mitten in dieser Drangphase des Mitaufsteigers schlug Türk Gücü in der 25. Minute jedoch eiskalt und völlig überraschend zu: Nach einem Angriff über die rechte Seite segelte eine Flanke in den Strafraum. Ein Graineter Abwehrspieler schlug unglücklich ein Luftloch, wodurch der Ball durchrutschte. Am langen Pfosten stand Lewin Gebhard goldrichtig und nahm das Leder dankend zur 0:1-Führung ab.
Das Tor gab Türk Gücü vorübergehend etwas mehr Sicherheit, dennoch ging es mit einer defensiv hart erarbeiteten und glücklichen Führung in die Kabinen.
Auch im zweiten Durchgang fand Türk Gücü nicht wie gewohnt ins Spiel, sodass sich das Team in erster Linie auf die Defensivarbeit konzentrieren musste, da spielerisch an diesem Tag nicht viel zusammenlaufen wollte. Das Spielgeschehen spielte sich folglich fast nur noch in der Straubinger Hälfte ab.
Die Partie unter der Leitung von Schiedsrichter Dominik Petzke (Surheim) wurde in der Schlussphase dann zu einem echten Krimi. Türk Gücü profitierte hierbei in dieser Phase vom enormen Chancenwucher der Gastgeber. In der 80. Minute bot sich dem SV Grainet die Riesenchance zum Ausgleich, doch Niklas Bösl scheiterte auch mit einem Foulelfmeter, welcher am Tor vorbeigeschoben wurde.
Nur drei Minuten später machte es Bösl jedoch besser und erlöste den SV Grainet in der 83. Minute mit dem hochverdienten 1:1-Ausgleichstreffer. In einer hochdramatischen Nachspielzeit mit offenem Schlagabtausch hatte Türk Gücü mit der letzten Aktion des Spiels sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß: Bei einer 3-gegen-2-Überzahlsituation versprang jedoch der Ball, sodass die Konterchance ungenutzt blieb.
Co-Spielertrainer Tobias Richter zeigte sich nach der Partie gewohnt ehrlich und analysierte selbstkritisch: „Wir haben es heute leider nicht geschafft, Leistung auf den Platz zu bringen. Nach dem 1:0 aus dem Nichts hatten wir keinen richtigen Zugriff. Wir können froh sein, dass Grainet Chancenwucher betrieben und einen Elfmeter verschossen hat – sie hätten den Sieg verdient gehabt. Dennoch stehe ich total hinter der Mannschaft. Wir stehen in der Tabelle gut da und müssen schleunigst wieder an die Leistungen vor wenigen Wochen anknüpfen.“
Unter dem Strich steht für Türk Gücü Straubing im Duell der beiden Neulinge nach der bislang schwächsten Saisonleistung ein sehr glücklicher Punktgewinn. Nun gilt es, die Fehler zügig aufzuarbeiten, um wieder ein anderes Gesicht zu zeigen. Gelegenheit dazu bietet sich bereits am Samstag, 12. September um 16 Uhr, wenn die Mannschaft vor heimischer Kulisse den FC Tegernheim empfängt.
