(ak) Der FSV VfB Straubing muss weiter auf seinen ersten Auswärtssieg der Bezirksliga-Saison warten. Trotz deutlicher Feldüberlegenheit und zahlreicher hochkarätiger Torchancen kamen die Straubinger beim Tabellenschlusslicht TSV Oberschneiding nicht über ein 1:1 hinaus. Max Plendl rettete den Gästen nach einem überraschenden Rückstand zumindest einen Punkt.
Das Niederbayern-Derby lebte dabei mehr von der Spannung als von spielerischer Klasse. Straubing hatte über weite Strecken mehr Ballbesitz und die besseren Möglichkeiten, ließ vor dem gegnerischen Tor aber die nötige Konsequenz vermissen. Oberschneiding hielt mit großem Einsatz und Leidenschaft dagegen.
Straubing vergibt beste Möglichkeiten
Vom Anpfiff weg übernahm der FSV VfB die Initiative. Mehrfach wurde es vor dem Oberschneidinger Tor gefährlich. Dabei hatten die Gastgeber auch Glück bei zwei Szenen, in denen die Straubinger nach Fouls an Felix Jobst und Florian Folger jeweils eine Notbremse reklamierten. In beiden Fällen zeigte der Schiedsrichter lediglich Gelb.
Kurz darauf kam Imran Krasniqi in der rechten Strafraumhälfte zum Abschluss. Ein Oberschneidinger Verteidiger blockte den Ball mit dem Arm, der von Straubinger Seite geforderte Elfmeterpfiff blieb jedoch aus.
Unabhängig von diesen Entscheidungen hatten die Gäste genügend eigene Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Max Plendl, Florian Folger und Imran Krasniqi vergaben vor der Pause beste Torchancen.
Oberschneiding brachte dagegen lediglich einen gefährlicheren Abschluss zustande. Einen Freistoß von Szilard Virag parierte Straubings Torwart Ben Broghammer sicher. So ging es torlos in die Kabinen.
Ein Fehler bringt Oberschneiding in Führung
Nach dem Seitenwechsel kamen die zuletzt verletzten Maximilian Hupfloher und Tom Liebherr ins Spiel. Ausgerechnet Liebherr unterlief kurz darauf ein folgenschwerer Fehler. In der 51. Minute versprang ihm als letztem Mann der Ball, Mathias Breu nutzte die Gelegenheit und traf aus kurzer Distanz zum überraschenden 1:0.
Straubing benötigte einige Minuten, um sich von dem Rückschlag zu erholen. Auch danach blieben zunächst weitere gute Möglichkeiten ungenutzt.
In der 70. Minute gelang schließlich der verdiente Ausgleich. Florian Folger setzte sich auf der linken Seite durch und legte überlegt auf Max Plendl quer. Der nahm den Ball aus vollem Lauf und traf zum 1:1.
Siegtreffer will nicht mehr fallen
In der Schlussphase drängten die Gäste auf die Entscheidung. Tom Liebherr, Florian Folger und Lukas Groß hatten weitere Möglichkeiten, doch der entscheidende zweite Treffer wollte nicht fallen.
Nach 94 Minuten stand das 1:1 fest. Während Oberschneiding den Punktgewinn gegen den Favoriten feiern konnte, überwog bei den Straubingern angesichts der zahlreichen vergebenen Möglichkeiten die Enttäuschung.
„Wir müssen uns heute leider beim Tabellenschlusslicht Oberschneiding mit einem 1:1 zufriedengeben“, sagte Co-Spielertrainer Tom Liebherr. Seine Mannschaft habe nach dem Rückstand Moral gezeigt, müsse sich aber in den kommenden Spielen wieder steigern. Zugleich erkannte Liebherr die Leistung des Gegners an: „Oberschneiding hat mehr Willen, Leidenschaft und Freude an den Tag gelegt und sich dadurch nicht unverdient einen Punkt erobert.“
Mittwoch wartet der Totopokal
Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt den Straubingern nicht. Bereits am Mittwoch um 18.30 Uhr wartet die nächste Aufgabe. Im Achtelfinale des Totopokals tritt der FSV VfB Straubing bei der SpVgg GW Deggendorf an.
Gespielt wird auf dem dortigen Kunstrasenplatz, da der Hauptplatz über kein Flutlicht verfügt.
