(ra) Talent aus Wiesbaden wechselt nach Straubing: Die 19-jährige Lilly Bietau soll bei NawaRo den nächsten Karriereschritt machen. Die Libero-Position beim Volleyball-Bundesligisten NawaRo Straubing ist für die Saison 2026/27 damit neu besetzt.

Lilly Bietau wechselt vom VC Wiesbaden in die Gäubodenstadt und wird künftig gemeinsam mit Jana Krause ein gleichberechtigtes Duo bilden. Die 19-Jährige stammt aus der Talentschmiede des VC Wiesbaden und konnte dort bereits mehrfach Bundesliga-Erfahrung sammeln. Zudem profitierte sie vom Training mit Weltklasse-Athletin Rene Sain, die sie bei verletzungsbedingten Ausfällen mehrfach vertreten konnte. Der Name Bietau hat beim VC Wiesbaden Tradition: Auch ihre Schwester Pauline spielt dort, die Eltern waren ebenfalls für den Verein aktiv.

„Lilly wagt erstmals den Schritt weg von ihrem Heimatverein, um sich weiterzuentwickeln. Sie bringt das Rüstzeug für eine Erstligakarriere mit und wird bei uns mehr Einsatzzeit erhalten“, erklärt NawaRo-Sportdirektor Rupert Hafner. „Mit Lilly Bietau und Jana Krause sind wir auf der Libera-Position sehr gut aufgestellt.“

Aktuell bereitet sich Bietau noch auf ihr Abitur vor und wird anschließend gemeinsam mit ihrem Freund nach Niederbayern ziehen. „Die Gespräche mit NawaRo haben sich von Anfang an gut angefühlt. Das Gesamtpaket passt für mich“, sagt die Wiesbadenerin. Parallel zum Sport möchte sie sich in den kommenden Monaten für ein Studium entscheiden.

Einen ersten Eindruck von ihrem neuen Verein konnte sich Bietau bereits Ende März verschaffen, als sie den 3:1-Heimsieg gegen Köln live in der Halle verfolgte. „Die Stimmung und das Niveau haben mich beeindruckt. Straubing wirkt sehr familiär – genau das habe ich gesucht“, sagt sie.

In ihrer Freizeit liest und backt die 19-Jährige gerne. Als sportliches Vorbild nennt sie die zweifache Olympiasiegerin Justine Wong-Orantes.

Auch sportlich sieht man großes Potenzial im Neuzugang. „Lilly bleibt in Stresssituationen ruhig und bringt bereits Erfahrung mit, hat aber noch viel Entwicklungspotenzial. Ihre Ruhe und Energie werden unserem Team guttun“, betont NawaRo-Sportchef Bart-Jan van der Mark.