(tr) Verzockte Favoriten, dicker Nebel und ein „Tag der Fuchsstuten“: Auf der Straubinger Trabrennbahn hat Miss Red Lady den Ejadon-Hall-of-Fame-Cup gewonnen und damit einen Abend geprägt, an dem einige Wetten reihenweise platzten. Parallel sorgte in Frankreich Iroise de la Noé mit ihrem Sieg im Prix de France für den passenden Rahmen: zwei Fuchsstuten, zwei große Treffer – auf unterschiedlichen Bahnen, am selben Tag.

In Straubing saß Besitzer Stefan Hiendlmeier selbst im Sulky und holte für Trainer Manfred Schub den nächsten Erfolg. Der Renntag stand dabei unter schwierigen Sichtverhältnissen: Dichter Nebel ließ Starterfeld und Rennverläufe lange wie „Geisterpferde“ wirken. Trotzdem war die Tribüne gut gefüllt, die Stimmung passte.
Einen der größten Momente lieferte Peter Platzer. Er bezwang im Anna-Schumm-Rennen den Stallgefährten Desiderio, der auf 1,6:1 heruntergewettet war. Die Familie Platzer jubelte über den Sieg ihres Schweden – ergänzt um Ehrenpreise der Familie von Trainer Werner Hauck, die das Erinnerungsrennen erneut finanziell aufwertete. D Day As und Ocean Eyes komplettierten die Viererwette, Ocean Eyes wurde wegen einer Fahrspurveränderung von Rang drei auf Rang vier zurückgestuft.
Für den nächsten Paukenschlag sorgte Denise Schuch: Mit Sly ließ sie sämtliche V6-Scheine wertlos werden. Die Siebenjährige kämpfte gegen Fly Home und Indy, Dezaria Blitz wurde Vierte. Weil Zweier-, Dreier- und Viererwette in diesem Rennen nicht getroffen wurden, wandern die Jackpots in die nächste Ausspielung – und es blieb nicht bei diesem Ausrufezeichen: Auch später wurden Zweier- und Dreierwette in einem weiteren Rennen nicht getroffen.
Christoph Fischer lieferte im Stall Schub erneut einen Doppelschlag. Wingback Design gab unter neuer Regie einen gelungenen Einstand und klärte die Lage gegen die führende Wikileaks rasch; Great Darkness Fire wurde Dritter. Den zweiten Tagessieg holte Fischer mit Happy Jack, der sich im Heinrich-Hiendlmeier-Memorial gegen Perceval und Grahish Cash behauptete. Bei der Siegerehrung gab es neben einer Siegerdecke auch eine Flasche Champagner für das siegreiche Team.
Zum Auftakt nutzte Georg Bachmeier den raschen Ausfall von Nancy Leka und führte die Ukrainerin zum ersten Treffer in ihrer neuen Heimat Niederbayern. Rang zwei ging an den Mega-Außenseiter Granelli WF, Georgina ZS holte für denselben Besitzer das dritte Geld. Auch für Mykola Volf zahlte sich die Anreise aus Prag aus: Er brachte Louis d’Or zurück auf die Erfolgsspur. Dahinter erkämpfte sich Anja Biss mit Othello Venus Rang zwei; allein auf Platz zahlte der Wallach 31,3:1. Rozmarin wurde Dritter.
Der nächste Renntag ist am Donnerstag, 19. Februar ab 10.45 Uhr.
