(rp) Trotz winterlicher Temperaturen kamen am Samstagabend mehr als 50 Besucher*innen zum Demokratie-Konzert der Initiative „Geiselhöring bleibt bunt“ in die Remise der Familie Schmiedeberg in Sallach (Stadt Geiselhöring). Organisationsleiterin Barbara Kasberger begrüßte Vertreterinnen und Vertreter verschiedener demokratischer Parteien und betonte die überparteiliche Ausrichtung der Veranstaltung. Unter der Regenbogenflagge als Symbol für Vielfalt und Toleranz machte sie deutlich, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit sei und aktiv verteidigt werden müsse.

Herbert und Martin

Kasberger dankte den Gastgebern, dem Ehepaar Schmiedeberg, sowie allen Mitwirkenden und Gästen. Die breite Beteiligung zeige, dass Demokratie lebe und Menschen bereit seien, Haltung zu zeigen – unabhängig von Parteizugehörigkeiten.

Sprecher Rainer Pasta erinnerte an die Gründung des Aktionsbündnisses im Jahr 2010 als Reaktion auf rechtsextreme Umtriebe in Geiselhöring. „Geiselhöring bleibt bunt“ habe sich seither immer wieder neu formiert, um gegen Rassismus, Ausgrenzung und demokratiefeindliche Tendenzen einzutreten. Aktueller Anlass für das Konzert sei eine AfD-Veranstaltung in Sallach gewesen, der man bewusst ein kulturelles Zeichen für Demokratie entgegengesetzt habe.

Musikalisch eröffnet wurde der Abend vom Oberpfälzer Rockkabarett „Die Ruam“ aus Regensburg. Mit eigenen Songs und bekannten Coverstücken verband die Band politische Botschaften mit mitreißender Musik. Texte gegen Rechtsextremismus und für eine offene Gesellschaft prägten den Auftritt und wurden vom Publikum begeistert aufgenommen.

Den zweiten Teil gestalteten Herbert Schmied vom Bündnis „Weiden ist bunt“ und Martin Neubert aus Hunderdorf mit Arbeiter- und Widerstandsliedern. Klassiker wie „Bella Ciao“ oder „Die Arbeiter von Wien“ erinnerten an historische Kämpfe für Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit und schlugen eine Brücke zur Gegenwart.

Am Ende stand ein gemeinsames Fazit: Bürger*innen unterschiedlicher Generationen und politischer Richtungen vereint der Einsatz gegen Hass, Hetze und Ausgrenzung – und für Demokratie, Vielfalt und Toleranz.