(pol) Die Serie gefährlich präparierter Halloween-Süßigkeiten in Niederbayern setzt sich fort. Bei den Polizeidienststellen in Straubing, Deggendorf und Passau wurden am Dienstag drei weitere Fälle angezeigt. In Schokoriegeln und Fruchtbonbons entdeckten Eltern beziehungsweise Kinder versteckte Nadeln. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Stecknadeln in Schokoriegeln entdeckt

Im Gemeindebereich Hengersberg fanden zwei Kinder im Alter von neun und zehn Jahren beim Zerbrechen eines Schokoriegels eine Stecknadel. Sie hatten die Süßigkeit am Halloweenabend gesammelt. Die Nadel wurde noch vor dem Verzehr entdeckt.

Auch in Passau meldete eine Mutter einen ähnlichen Fund. In einem Schokoriegel, den ihre neunjährige Tochter an Halloween erhalten hatte, steckte eine Nadel. Bei genauerer Untersuchung stellte die Frau außerdem Einstichstellen in der Verpackung fest.

Abgebrochene Nähnadeln in Fruchtbonbons

Ein weiterer Fall wurde am Dienstagnachmittag der Polizeiinspektion Straubing gemeldet. Kinder hatten in Fruchtbonbons abgebrochene Nähnadeln entdeckt. Die Süßigkeiten stammten vom Halloweenabend und waren im Bereich Parkstetten gesammelt worden.

Die zuständigen Polizeiinspektionen ermitteln in allen drei Fällen wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung.

Polizei warnt vor präparierten Süßigkeiten

Angesichts der erneuten Funde appelliert die Polizei an Eltern, sämtliche an Halloween gesammelten Süßigkeiten vor dem Verzehr sorgfältig zu kontrollieren. Besonders sollten sie auf beschädigte Verpackungen, Einstichstellen und andere Auffälligkeiten achten.

Verdächtige Süßigkeiten dürfen keinesfalls gegessen werden. Wer Nadeln oder andere gefährliche Gegenstände entdeckt, soll umgehend die Polizei verständigen.

Auch Kinder sollten auf die Gefahren hingewiesen werden und ihre Süßigkeiten nicht ungeprüft essen.