(ra) Mit einer Mahnwache auf dem Straubinger Theresienplatz will der ÖDP-Kreisverband am Mittwoch, 11. März an die Reaktorkatastrophe von Fukushima erinnern – und zugleich auf die weiterhin bestehenden Risiken der Atomkraft aufmerksam machen.

Der Kreisverband der ÖDP im Landkreis Straubing-Bogen und in der Stadt Straubing lädt die Bevölkerung zu einer Mahnwache auf den Theresienplatz ein. Das stille Gedenken beginnt um 18 Uhr in der Nähe des Stadtturms.

Mit Kerzen und Berichten von Menschen aus den betroffenen Regionen soll an die Reaktorkatastrophen von Fukushima und Tschernobyl erinnert werden. In diesem Frühjahr jährt sich der Super-GAU von Tschernobyl-Katastrophe zum 40. Mal und die Katastrophe von Fukushima-Daiichi-Katastrophe zum 15. Mal.

Gleichzeitig sind große Teile der betroffenen Regionen bis heute radioaktiv belastet. In Fukushima gelangt weiterhin radioaktiv belastetes Wasser in den Pazifik, und die rund 880 Tonnen geschmolzenen Brennstoffs aus den zerstörten Reaktoren konnten bislang nicht geborgen werden.

Noch immer kämpfen Zehntausende Menschen mit den Folgen der Katastrophen. Aus Sicht der Veranstalter zeigen diese Ereignisse deutlich die Risiken der Atomkraft – gerade vor dem Hintergrund aktueller Debatten über den möglichen Neubau von Kernkraftwerken in Deutschland.

Die Mahnwache soll Raum für stilles Gedenken bieten und zugleich daran erinnern, welche langfristigen Folgen nukleare Unfälle für Mensch und Umwelt haben können.