(ra) Mit 24 Erstsemestern und 18 Drittsemestern ist am Montag die Landwirtschaftsschule Straubing ins Wintersemester 2026/27 gestartet. Unter den neuen Studierenden befinden sich sechs junge Frauen. Ihr Ziel ist es, innerhalb von rund anderthalb Jahren den Abschluss als Wirtschafter oder Meister der Landwirtschaft zu erreichen.

Die neuen Studierenden kommen aus sechs Landkreisen. 13 stammen aus Straubing und dem Landkreis Straubing-Bogen, vier aus Regen, drei aus Dingolfing-Landau, zwei aus Deggendorf sowie jeweils einer aus Kelheim und Regensburg. Schulleiterin Mechthild Schmidhuber sieht darin einen Beleg für die überregionale Bedeutung der Einrichtung.
Fachwissen, Mut und Zusammenhalt gefragt
Bei der Semestereröffnung begrüßte Schmidhuber neben den Studierenden und Lehrkräften auch Landrat Tobias Beck, Bauernverbands-Kreisobmann Franz Schreyer und Veronika Wieser, Kreisvorsitzende des Verbands für landwirtschaftliche Fachbildung.
Aufgabe der Schule sei es, „Zukunft möglich zu machen“, betonte die Schulleiterin. Angesichts zunehmender Wetterextreme, veränderter Märkte und wachsender gesetzlicher Anforderungen brauche die Landwirtschaft gut ausgebildete Fachkräfte mit Urteilsvermögen und Mut zu neuen Wegen.
Als Beispiel nannte Schmidhuber die extreme Trockenheit und das „Ringen um Wasser“ in diesem Jahr. Neben Fachwissen seien deshalb Anpassungsfähigkeit und Zusammenhalt entscheidend. Patentlösungen gebe es nicht, vielmehr müsse jeder Betrieb seinen eigenen Weg finden.
Landwirtschaft hat große regionale Bedeutung
Landrat Tobias Beck verwies ebenfalls auf die Herausforderungen, hob aber zugleich die Chancen durch neue Technologien und Vermarktungswege hervor. Die Landwirtschaftsschule vermittle unternehmerisches Denken und Sicherheit bei betrieblichen Entscheidungen. Die Landwirtschaft habe eine „enorme regionale Bedeutung“ und gestalte die Heimat.
Bauernverbands-Kreisobmann Franz Schreyer unterstrich den Wert persönlicher Kontakte. Seit seinem eigenen Meisterabschluss vor 30 Jahren hätten sich die Anforderungen erheblich verändert. Umso wichtiger seien heute ein gutes Netzwerk und gegenseitige Unterstützung. Sein Appell an die Studierenden: „Wir müssen zamhalten, weil wir immer weniger werden. Nutzt die Zeit an der Landwirtschaftsschule.“
