(ra) Die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Bundeswehr soll auch unter der neuen Landkreisführung eng fortgesetzt werden. Zu einem Antrittsbesuch haben sich die Verantwortlichen des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr am Montag mit Landrat Tobias Beck im Landratsamt Straubing-Bogen getroffen.

Oberstleutnant Andreas Piening und Oberst Claus Schorn zusammen mit Landrat Tobias Beck und Abteilungsleiterin Stephanie Aumer im Büro des Landrats. – Foto: Landratsamt Straubing-Bogen/Pressestelle

Mit Oberst Claus Schorn, Leiter des Bezirksverbindungskommandos Niederbayern, und Oberstleutnant Andreas Piening, Leiter des Kreisverbindungskommandos Straubing-Bogen, stellten sich die beiden Ansprechpartner für die zivil-militärische Zusammenarbeit beim neuen Landrat vor.

Die Kreisverbindungskommandos übernehmen eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der Katastrophenschutzbehörden. Sie bestehen aus Reservistinnen und Reservisten, die für Einsätze bei Unglücks-, Katastrophen- oder drohenden Katastrophenfällen speziell ausgebildet werden. Die Anforderung erfolgt über das Landeskommando Bayern.

„Es soll einfach ein gegenseitiges Kennenlernen und ein entsprechender Antrittsbesuch sein“, erklärte Claus Schorn. Der Oberst ist seit rund 20 Jahren im Bereich der zivil-militärischen Zusammenarbeit tätig und leitet seit dem vergangenen Jahr das Bezirksverbindungskommando Niederbayern.

Auch Andreas Piening zog eine positive Bilanz der bisherigen Zusammenarbeit. Der Oberstleutnant gehört dem Kreisverbindungskommando seit 2009 an und übernahm Anfang 2026 dessen Leitung. In dieser Zeit begleitete er unter anderem die Hochwasserlagen der Jahre 2013 und 2024. Besonders begrüßte er, dass Vertreter des Kreisverbindungskommandos bereits frühzeitig in Lagebesprechungen des Landratsamtes eingebunden werden.

Landrat Tobias Beck betonte die Bedeutung der gewachsenen Partnerschaft. „Wir wissen diese gegenseitige Verbindung sehr zu schätzen und wollen die sehr gute Zusammenarbeit in jedem Fall in diesem Maße fortsetzen“, sagte Beck. Mit den Bundeswehrstandorten in Bogen und Feldkirchen verfüge der Landkreis über eine traditionell enge Verbindung zur Bundeswehr.

Im Gespräch ging es auch um die Strukturen des Katastrophenschutzes im Landkreis. Die Führungsgruppe Katastrophenschutz trifft sich im Einsatzfall im sogenannten K-Raum des Landratsamtes. Dort finden regelmäßig auch Fortbildungen des Kreisverbindungskommandos statt. Nach Angaben von Abteilungsleiterin Stephanie Aumer ist die technische Ausstattung auf aktuellem Stand.

Mit Blick auf die Zukunft sprachen die Beteiligten zudem über neue Herausforderungen. Insbesondere Waldbrände könnten aufgrund zunehmender Trockenperioden an Bedeutung gewinnen. Daher sollen entsprechende Szenarien künftig verstärkt in Übungen und Planungen einbezogen werden.