(ff) Ziel für alle Beteiligten bei den anstehenden Entscheidungen zu den Kreiskrankenhäusern im Landkreis Straubing-Bogen müsse die bestmögliche medizinische Versorgung der Bürger*innen sein. Darüber waren sich alle Gesprächsteilnehmer am Dienstag im Kreiskrankenhaus Bogen einig.

Welche Rolle werden die Kreiskliniken in Zukunft spielel?

Die Kreistagsfraktion SPD/Die Linke hatte sich unter Leitung ihres Vorsitzenden Martin Panten mit den Vorständen der Kreisklinken Bogen-Mallersdorf Christian Schwarz und  Nannette Baumann getroffen, um sich zu den ersten Erkenntnissen des Strukturgutachtens zur Krankenhausversorgung in Stadt und Landkreis Straubing-Bogen und deren möglichen Bewertungen für die künftige Ausrichtung der Kreiskliniken Bogen und Mallersdorf auszutauschen und zu beraten. Wie Christian Schwarz dazu festhielt, enthalte dieser Zwischenstand des Gutachtens viele Informationen sowie neue belastbare Zahlen und Daten über die Leistungen und Abläufe an den vier Krankenhäusern in der Region Straubing-Bogen. Eine konkrete Handlungsanleitung lasse sich daraus allerdings nicht ableiten.

Wie Fraktionsvorsitzender und Parkstettens 1. Bürgermeister Martin Panten konstatierte, gebe es in der Diskussion über den Erhalt des Kreiskrankenhauses Bogen sowohl eine emotionale wie auch fachliche Bezugsebene. Beide seien aus seiner Sicht unbedingt zu berücksichtigen. Jetzt schon „rote Linien zu ziehen“, wenn noch entscheidende Informationen ausstehen, sei unredlich, um nicht zu sagen populistisch. Den berechtigten Bedürfnissen von Patienten und den Mitarbeitenden in Medizin und Pflege würden die finanziellen Möglichkeiten des Landkreises und seiner Gemeinden gegenüber stehen.

Städte und Gemeinden müssten zur Bewältigung ihrer vielfältigen Aufgaben auch zukünftig handlungsfähig bleiben. Für tragfähige Entscheidungen gäbe es Ansicht Pantens noch einigen Klärungsbedarf bei offen gebliebenen Fragen, auch unter Berücksichtigung etwaiger zukünftiger Veränderungen bei den anderen Klinikträgern. Leider seien die nunmehr vorgestellten Empfehlungen im derzeitigen Entwurf des Gutachtens weniger ergebnisoffen als erwartet. Einen Schlüssel sehe er in der intensiveren Absprache und Zusammenarbeit mit der Orthopädischen Fachklinik Schwarzach in der Trägerschaft der Pfarrer-Michael-Graf-Stiftung Schwarzach.

Im weiteren Sitzungsverlauf sprach Kreisrat und Mitglied im Verwaltungsrat der Kreiskliniken Martin Kreutz wichtige und ausstehende Entscheidungen der Bayerischen Staatsregierung an. Für eine bestmögliche medizinische und pflegerische Versorgung in der Region bei gleichzeitiger langfristiger Finanzierbarkeit durch die kommunalen Träger seien Regelungen unverzichtbar. Die dringend anstehenden Richtungsentscheidungen des Landkreises würden dann ohnedies mehrere Jahre erfordern, bis sie greifen.

Nach der Besprechung verschiedener interner Themen wurde die Anregung des ehemaligen Fraktionsvorsitzenden Heinz Uekermann zum Donau-Regen-Rad-Wanderweg aufgenommen. Wie die Kreisräte James Probst und Fritz Fuchs bestätigten, befindet sich der beliebte Radweg vor allem ab Mitterfels Richtung Konzell in einem sehr schlechten Zustand. Ausspülungen und Löcher würden die Radler behindern und gefährden. Nicht zuletzt sei der schlechte Zustand auch für Touristen zur Freizeiterholung und Freizeitgestaltung so nicht haltbar. Die Fraktion von SPD/Die Linke wird daher beantragen, die Sanierung der Trasse in den Finanzplan Tiefbau für das Jahr 2027 vordringlich einzustellen.