(ra) Farbe, Architektur und Raum treten in Dialog: Der Kunstverein Landshut zeigt mit „Interplay“ eine neue Einzelausstellung der Künstlerin Sandra Tröger. Besucher erwartet ein Zusammenspiel aus Malerei, Fotografie, Collagen und Objektkunst. Die Ausstellung eröffnet am Freitag, 20. März um 19.30 Uhr.

Kunstverein Landshut präsentiert die Werke der in Mallersdorf lebenden Künstlerin Sandra Tröger. Die Ausstellung ist vom 21. März bis 19. April zu sehen und gibt einen umfassenden Einblick in ihr aktuelles künstlerisches Schaffen.

Architektur wird zu Farbe

Der Titel „Interplay“ beschreibt das Zusammenspiel, das Trögers Arbeitsweise prägt. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten ist häufig Architektur im urbanen Raum. Diese hält sie zunächst fotografisch fest und entwickelt die Motive anschließend in der Malerei weiter.

Auf der Leinwand löst die Künstlerin architektonische Elemente aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang. Farben, Flächen und Proportionen treten miteinander in Beziehung, bis eine neue räumliche Wirkung entsteht. So verwandelt sich Architektur in Farbe – und aus Farbe entsteht wieder Raum.

Serie „Urban Fragments“ im Mittelpunkt

Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Werkserie „Urban Fragments“. Ein großer Teil dieser Arbeiten wird in Landshut erstmals öffentlich gezeigt. Die Serie untersucht, wie sich architektonische Details in abstrakte, farbintensive Kompositionen verwandeln können.

Auch der Ausstellungsraum selbst wird Teil dieses Konzepts. Tröger hat die Präsentation so gestaltet, dass Fotografien, Gemälde, Collagen und Objekte miteinander in ein visuelles Spannungsfeld treten.

Licht als zusätzliche Dimension

Eine besondere Rolle spielt dabei Licht. In Teilen der Ausstellung kommt UV-Licht zum Einsatz, das fluoreszierende Pigmente in den Werken aktiviert. Dadurch entstehen zusätzliche Ebenen von Farbe und Raum, die sich je nach Blickwinkel verändern.

Zur Ausstellungseröffnung spricht die Kunsthistorikerin Anette Röhr, Leiterin der Artothek des Bezirks Niederbayern. Am Sonntag, 19. April findet von 15 Uhr bis 17 Uhr eine Finissage mit Künstlerinnengespräch statt. Vielleicht eröffnet gerade dieses Zusammenspiel aus Raum, Farbe und Licht einen neuen Blick auf die Architektur des Alltags.