(ra) Die Straubing Tigers müssen künftig ohne ihren Stammtorhüter auskommen. Henrik Haukeland wird den Verein auf eigenen Wunsch verlassen. Die Niederbayern haben einer vorzeitigen Auflösung des ursprünglich bis 2027 laufenden Vertrags zugestimmt.

Der 31-jährige Norweger war vor der Saison 2025/26 an den Pulverturm gewechselt und entwickelte sich schnell zu einer wichtigen Stütze im Team. In 39 Hauptrundenspielen der Deutschen Eishockey Liga stand Haukeland für die Tigers zwischen den Pfosten und überzeugte mit einem Gegentorschnitt von 2,55 sowie einer Fangquote von 90,2 Prozent. Zudem gelangen ihm drei Shutouts. In den Playoffs kam er auf sechs weitere Einsätze.

Für internationale Schlagzeilen sorgte der Torhüter zuletzt bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 2026. Mit der norwegischen Nationalmannschaft gewann Haukeland überraschend die Bronzemedaille und führte sein Land damit erstmals zu Edelmetall bei einem IIHF-Turnier. Mit drei Shutouts und einer Fangquote von 93,8 Prozent wurde er zudem als bester Torhüter des Turniers ausgezeichnet.

Der Norweger blickt trotz seines Abschieds positiv auf seine Zeit in Straubing zurück. Nach schwierigen Jahren habe ihm der Verein die Freude am Eishockey zurückgegeben. Die Entscheidung für eine neue sportliche Herausforderung sei ihm nicht leicht gefallen, erklärte Haukeland. Besonders die Mannschaft, die Fans und die Stadt Straubing werde er vermissen.

Auch die Straubing Tigers bedanken sich bei ihrem bisherigen Schlussmann. Sportlicher Leiter Jason Dunham betonte, dass man den Wunsch des Spielers respektiere. Haukeland habe wichtige Spiele für die Tigers bestritten und mit seinen Leistungen, insbesondere bei der Weltmeisterschaft, seine hohe Qualität eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Mit dem Abschied des norwegischen Nationaltorhüters verlieren die Straubing Tigers einen der prägenden Akteure der vergangenen Saison. Wohin es Haukeland als Nächstes zieht, ist bislang nicht bekannt.