(ra) Seit Dienstag sind Bayerns Schüler wieder unterwegs – und damit morgens auch zahlreiche Elterntaxis. Der Auto Club Europa (ACE) appelliert zum Schuljahresbeginn an Eltern, ihre Kinder möglichst zu Fuß zur Schule gehen zu lassen. Gerade der Bringverkehr unmittelbar vor Schulen könne zusätzliche Gefahren verursachen.

Bei Kontrollen im Rahmen einer bundesweiten Aktion hatte der ACE im vergangenen Jahr auch die Situation vor Schulen in Bayern untersucht. Allein in Südbayern nahmen Ehrenamtliche 20 Schulen unter die Lupe. Nach Angaben des Clubs zeigte sich dabei, dass die Verkehrsinfrastruktur vielfach in Ordnung war, Probleme aber durch den Bringverkehr entstanden.

So seien Fahrzeuge im Halteverbot oder vor Feuerwehrzufahrten abgestellt worden. Auch eigens eingerichtete Elternhaltestellen seien teilweise ignoriert oder von Dauerparkern blockiert worden.
Schulweg vorher gemeinsam üben
Der ACE empfiehlt Eltern, mit ihren Kindern einen geeigneten Schulweg festzulegen und diesen zunächst gemeinsam zu üben. Dabei müsse nicht unbedingt die kürzeste Strecke die beste sein. Breite Gehwege, sichere Möglichkeiten zum Überqueren von Straßen und eine übersichtliche Streckenführung seien wichtiger als einige eingesparte Meter.
Gerade für Erstklässler sei das regelmäßige Üben im Straßenverkehr wichtig. Wer den Schulweg zu Fuß zurücklegt, lerne nach Einschätzung des ACE zudem schrittweise, Gefahren selbst zu erkennen und richtig darauf zu reagieren.
Lässt sich eine Fahrt mit dem Auto nicht vermeiden, empfiehlt der Verkehrsclub, vorhandene Elternhaltestellen zu nutzen und nicht unmittelbar vor dem Schuleingang zu halten. Autofahrer sollten zum Schuljahresbeginn im Umfeld von Schulen besonders aufmerksam unterwegs sein.
